Stand: 30.11.2019 15:35 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Linke in MV bestätigt Brüdgam und Koplin als Führungsduo

Wenke Brüdgam (2.v.l.) und Torsten Koplin (2.v.r.) wurden als Landesvorsitzende der Linken in MV wiedergewählt.

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hat am Mittag ihre Vorsitzenden wiedergewählt. Auf einem Parteitag in Kühlungsborn (Landkreis Rostock) stimmte die Mehrheit der 108 Delegierten für das bisherige Führungsduo Wenke Brüdgam und Torsten Koplin. Für Brüdgam stimmten 62 Prozent, für Koplin 72 Prozent. Bei der Wahl vor zwei Jahren hatten für Brüdgam noch 75 Prozent der Delegierten gestimmt und für Koplin knapp 77 Prozent. Es gab keine Gegenkandidaten.

Partei soll sichtbarer werden

Brüdgam zeigte sich enttäucht von der Wahl, sprach aber von einem ehrlichen Ergebnis, mit dem sie leben könne. "Wir sind so eine heterogene Partei, das ist völlig in Ordnung." Ein Delegierter kritisierte, dass das Führungsduo in den vergangenen Jahren keine Visionen entwickelt habe und die Mitgliederzahlen stagnierten. Koplin will die Partei nun sichtbarer machen. "Es geht darum, auf Straßen und Plätzen noch präsenter zu sein und unsere Positionen zum sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft in die Gesellschaft zu tragen."

Brüdgam und Koplin bleiben Führungsduo der Linken

Nordmagazin -

Auf dem Landesparteitag in Kühlungsborn hat die Linke ihre Doppelspitze aus Wenke Brüdgam und Torsten Koplin wiedergewählt - allerdings mit ziemlich schwachem Ergebnis.

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Schwerpunkt: Mobilität auf dem Lande

Inhaltlich steht die Mobilität im ländlichen Raum im Vordergrund stehen. Die Stilllegung von 300 Bahnkilometern im Land und das Kappen vieler Buslinien habe eine erhebliche soziale Komponente, sagte Brüdgam. Der Zugang zu Arbeit, Kultur- und Freizeitangeboten sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Teil gar nicht mehr möglich.

Rückgang der Mitgliederzahl als Herausforderung

Die Delegierten beschäftigten sich in Kühlungsborn auch mit der finanziellen Zukunft der Parteiarbeit. Die Partei werde dieses Jahr ein Minus von rund 300.000 Euro einfahren, hieß es. Gleichzeitig sinke die Mitgliederzahl weiter und liege nunmehr bei 3.440. Das selbstgesteckte Ziel von vor zwei Jahren, die Mitgliederzahl zu verdoppeln, wurde verfehlt.

Das nächste Ziel sei die Umstrukturierung der Parteifinanzen, was in den Landkreisen eine große Herausforderung bedeuten werde. Finanzströme werden umgeleitet. Ziel sei es, die politische Arbeit in den Kreisen zu fördern. Auch beim Personal werde umstrukturiert, kündigte Brüdgam an. So müssten die Aufgaben der künftigen Regionalgeschäftsführer neu definiert werden. "Es wird Herausforderungen ans Ehrenamt geben, die bislang so noch nicht da gewesen sind", sagte Brüdgam. 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.11.2019 | 13:00 Uhr

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