Stand: 23.09.2020 06:26 Uhr

Linke: Merkel soll bei Werftenrettung helfen

Eine Schiffbauhalle der MV Werften in Stralsund. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner
Bis Ende des Jahres fehlen den MV-Werften rund 160 Millionen Euro. (Archivbild)

Bundes- und Landtagsfraktion der Linken fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Hilfe für die angeschlagenen MV-Werften mit den Standorten in Wismar, Rostock und Stralsund. In einem Offenen Brief rufen die Chefs der Fraktionen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und im Bundestag, Simone Oldenburg und Dietmar Bartsch, die Kanzlerin auf, die Werftenrettung zur Chefsache zu machen.

Fraktionsvorsitzende verweisen auf Arbeitsplätze

"Die Zeit drängt", schreiben die beiden Spitzen-Linken an Merkel. Der Fortbestand der Werften hänge maßgeblich von der Unterstützung des Bundes ab: Wenn die Bundesregierung nicht zügig handele, setze sie die Zukunft aller drei Standorte aufs Spiel. Betroffen seien einschließlich der Zulieferer 16.000 Arbeitsplätze.

Minister und Gewerkschaft für Zwischenfinanzierung durch Bund

Am Montag hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) an den Bund appelliert, eine Zwischenfinanzierung aufzusetzen, um den drohende Zahlungsengpass zum Monatsende aufzufangen. Grund sind Verzögerungen bei Gutachten, die die Zukunftsfähigkeit der zur asiatischen Genting-Gruppe gehörenden Schiffbaubetriebe bescheinigen sollen. Deshalb kommen die Werften nicht wie geplant Anfang Oktober unter den Corona-Rettungsschirm des Bundes. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministerium wollte sich zu der Sache nicht äußern. Die IG Metall begrüßte eine Zwischenfinanzierung: Damit lasse sich Zeit gewinnen. Nach Informationen des NDR geht es bis zum Jahresende um insgesamt etwa 160 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.09.2020 | 06:00 Uhr

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