Stand: 12.07.2019 16:01 Uhr

"Lila Bäcker": Zukunft weiter unklar

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Noch immer gibt es keine Millionenbürgschaft für die insolvente Bäckereikette.

Noch immer ist nicht klar, wie es mit dem Unternehmen "Lila Bäcker" weitergeht, auch die Mitarbeiter sind nach wie vor im Unklaren über ihre Zukunft. Nun beschäftigt sich auch der Landtag mit dem Fall. Konkret geht es um die Ende Mai bei der Landesregierung beantragte Bürgschaft von zehn Millionen Euro, über die noch immer nicht entschieden wurde. 

Mitarbeiter bleiben im Unklaren

Beim zuständigen Amtsgericht in Neubrandenburg liegt noch immer kein abschließender Insolvenzplan vor. Dieser ist jedoch Grundlage als für eine Entscheidung, ob der NIBC Bank Deutschland, aber auch der schwedischen SEB-Bank eine 80-prozentige Landesbürgschaft über zehn Millionen Euro für ihre bisherigen Kredite an den Bäckereikonzern gewährt wird, unerlässlich.

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Millionenbürgschaft noch offen

Der Nachfolger des vor kurzem verstorbenen Lila-Bäcker-Insolvenzverwalters Rolf Rattunde, Danny Koch, sagte gegenüber NDR 1 Radio MV, dass jede einzelne Forderung der Gläubiger nun genau geprüft wird. Dies seien Hunderte, eine wahre "Sisyphos-Arbeit" hieß es, die ihre Zeit dauere. Erst im Spätsommer soll der Insolvenzplan fertig sein, der dann beim Amtsgericht in Neubrandenburg eingereicht wird. Erst danach kann auch das Wirtschaftsministerium über eine eventuelle Bürgschaft entscheiden.

Schwarze Zahlen angestrebt

Nach Angaben des Insolvenzverwalters Koch fahre der "Lila Bäcker" seit Jahren täglich Verluste ein. Die beiden Investoren, die NIBC-Bank Deutschland AG und die skandinavische SEB-Bank, könnten möglicherweise Strategiepapiere in ihren Schubladen haben, um den Lila-Bäcker wieder fit zu machen, vermutet Koch. Diese Banken haben mit Lila-Bäcker schon viel Geld verloren und wollen, dass das Unternehmen endlich schwarze Zahlen schreibt.

Das Unternehmen "Unser Heimatbäcker" besser bekannt als "Lila Bäcker" musste Anfang des Jahres Insolvenz anmelden. Der Umsatz ist in den vergangenen Jahren um rund 20 Millionen Euro gesunken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.07.2019 | 17:40 Uhr

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