VIDEO: Barthe durch Klärschlamm verschmutzt (20.10.2020) (3 Min)

Landwirt als Verschmutzer der Barthe ermittelt

Stand: 18.11.2020 05:05 Uhr

Stinkender schwarzer Schlamm war im Oktober in den kleinen Fluss Barthe in Vorpommern geflossen - nun steht der Verursacher der Verschmutzung fest: ein landwirtschaftlicher Betrieb bei Velgast.

Nach der Verschmutzung des vorpommerschen Flusses Barthe vor einem Monat ist der Verursacher ermittelt worden. Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen ist ein Landwirt dafür verantwortlich. Es gab offensichtlich undichte Stellen zwischen dem Güllesystem und dem Regenwassersystem des Hofes bei Velgast. Die Behörden seien mit dem Landwirt und Sachverständigen im Gespräch, das Problem solle nachhaltig behoben werden, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Die Barthe liegt westlich von Stralsund in einem Landschaftsschutzgebiet. In ihr leben die seltene Bachmuschel und der Deutsche Edelkrebs.

Feuerwehr dichtete Zulauf ab

Nach dem Klärschlammeintrag hatten Anwohner, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Barthe und des Landesanglerverbandes eine Probe genommen. Die Analyse zeigte, dass unter anderem der Ammoniumgehalt ein Vielfaches über dem lag, was für Fische zulässig ist. Stinkender schwarzer Schlamm floss im Oktober in den kleinen Fluss, der sich zwischen Stralsund und Barth durch die Landschaft schlängelt. Einige Abschnitte des Flusses wurden gerade aufwendig renaturiert. Die Feuerwehr dichtete einen Zulauf über ein altes Grabensystem ab und legte Sandsäcke aus. Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Weitere Informationen
Luftverschmutzung durch Verkehr: Die Luft wird schlechter in Hamburg

Stickoxid-Grenzwerte in MV: Die Luft ist rein

Die Grenzwerte für Stickstoffdioxide in der Luft werden in Mecklenburg-Vorpommern nicht überschritten. Trotz Diesel-Abgasbelastung auf den Straßen und zu Wasser ist die Luft im Nordosten rein. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.11.2020 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner/dpa

Schwesig: Kein Spielraum für Lockerungen

Das Statement der Ministerpräsidentin nach den Bund-Länder-Beratungen überträgt NDR.de live. mehr

Eine Nahaufnahme eines Wolfes im Wald. © picture alliance/Jens Büttner/dpa Foto: Jens Büttner

Wölfe in MV: Weitere Rudel nachgewiesen

In Mecklenburg-Vorpommern leben mindestens 15 Wolfsrudel. In diesem Jahren wurden bislang mehr als 300 Nutztiere gerissen. mehr

Ein Balkendiagramm vor einer Frau mit Schutzmaske. © photocase Foto: c_kastoimages

MV-Bürger bei Corona-Politik kritischer als andere Bundesbürger

46 Prozent der Mecklenburger und Vorpommern finden die aktuellen Corona-Maßnahmen angemessen, für 37 Prozent gehen sie zu weit. mehr

Justizzentrum Neubrandenburg

Sechs Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke in Pasewalk

Nach einem verbalen Streit hatte ein 31-jähriger Mann seinen Kontrahenten mit zahlreichen Stichen angegriffen. mehr