Stand: 21.06.2019 11:50 Uhr

Landtag: Schwimmunterricht muss verbessert werden

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Viele Badeunfälle passieren, weil Kinder nicht richtig schwimmen können. (Symbolbild)

Der Tod eines zehnjährigen Mädchens im Freibad von Tessin (Landkreis Rostock) hat die Debatte um unzureichende Schwimmfähigkeiten bei Kindern neu entfacht. Heute hat sich der Landtag auf Antrag der Fraktion Freie Wähler/BMV damit befasst. Sie will, dass das Land mehr dafür tut, damit Grundschüler richtig schwimmen können.

Jeder sechste Grundschüler kein sicherer Schwimmen

Es fehle an Schwimmhallen und Schwimmlehrern, kritisierte Matthias Manthei, Fraktionsmitglied der Freien Wähler, die momentanen Zustände. Nach seiner Aussagen sind 59 Prozent der Grundschüler im Land keine sicheren Schwimmer. Das Land müsse umsteuern und mehr Geld geben - auch für Ausbildung von Schwimmlehrern. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) sagte, es sei richtig, dass in Mecklenburg-Vorpommern als dem Land der Küste und der Seen über die Schwimmfähigkeiten der Kinder gesprochen werde.

Antrag zur weiteren Beratung

Laut Antrag sollen der flächendeckende Schwimmunterricht an allen Grundschulen und Ferienschwimm-Kurse mit Unterstützung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gefördert werden. Außerdem wurden finanzielle Hilfen für die Kommunen gefordert. Der Antrag wird nun in Fachausschüssen diskutiert.

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Weil in Mecklenburg-Vorpommern immer mehr Jugendherbergen schließen, sieht die Linksfraktion den Kinder- und Jugendtourismus gefährdet. Deshalb hat die Fraktion eine Diskussion auf die heutige Tagesordnung im Landtag setzen lassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.06.2019 | 12:00 Uhr

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