Stand: 14.08.2020 12:54 Uhr

Landgericht Schwerin: Prozess wegen Totschlags

Ein Schild vor dem Landgericht Schwerin
Ein 42-jähriger Mann muss sich vor dem Landgericht Schwerin wegen Totschlags und versuchtem Totschlags verantworten. (Symbolbild)

Am Schweriner Landgericht hat am Freitagmorgen der Prozess gegen einen 42 Jahre alten Mann aus Boizenburg begonnen. Ihm werden unter anderem Totschlag und versuchter Totschlag vorgeworfen. Gleich zu Beginn der Verhandlung wurde die Öffentlichkeit auf Antrag des Verteidigers ausgeschlossen. Sein Mandant leide unter einer Persönlichkeitsstörung. Auch sei davon auszugehen, dass er auf gerichtliche Anordnung in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werde. Ein forensisches Gutachten der Anklage hatte ergeben, dass von dem Angeklagten eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht.

Anklage wegen Totschlags und Waffenbesitzes

Der Mann soll im Februar mit einem Nachbarn sehr viel Alkohol getrunken haben. In diesem Zustand habe er, so die Anklage, dann auf den Mann eingestochen, so das dieser an den Verletzungen gestorben ist. Später soll der Angeklagte einen Freund angerufen und ihm erzählt haben, er würde sich das Leben nehmen.

Sieben Verhandlungstage angesetzt

Den herbeigerufenen Polizisten weigerte er sich, die Tür zu öffnen. Vielmehr drohte er damit, sich oder Beamte zu erschießen. Als die Wohnungstür gewaltsam geöffnet wurde, drückte der 42-Jährige dreimal ab. Er traf einen Polizisten, dessen Steckschussverletzung im Krankenhaus operiert werden musste. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage bis Mitte September angesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 14.08.2020 | 14:00 Uhr

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