Landesregierung plant weiterhin Kauf von Sputnik V

Stand: 28.06.2021 06:06 Uhr

Die SPD/CDU-Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hält an ihrem Plan fest, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V einzukaufen.

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung will weiterhin den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V ankaufen. Obwohl die europäische Arzeimittel-Agentur EMA das Mittel noch immer nicht zugelassen hat, bereitet eine Berliner Anwaltsagentur im Auftrag des Schweriner Gesundheitsministeriums einen Vertragsabschluss vor. Ende April hatte die Landesregierung mitgeteilt, das erste Lieferungen des Impfstoffs bereits Anfang Juni in Mecklenburg-Vorpommern eintreffen könnten. Daraus ist wegen der problematischen Zulassung nichts geworden. Dennoch will das Land weiterhin bis zu zehn Millionen Euro für Sputnik V ausgeben, wenn der Impfstoff die EU-Zulassung bekommt. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Erst danach könnte eine Terminplanung für Kauf und Einsatz erfolgen. Der Preis pro Dosis müsse noch verhandelt werden.

Impfkampagne kommt ins stottern

Bereits jetzt aber gibt es in Mecklenburg-Vorpommern Probleme, die vorhandenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Johnson und Johnson, Astrazeneca und Moderna zu verimpfen. Viele Menschen sagen Impftermine ab. Die Landesregierung will deshalb ihre Werbekampagne für das Impfen verstärken. Europaweit gibt es Vorbehalte gegenüber dem russischen Impfstoff. Das EU-Land Slowakei will einen Großteil seiner 200.000 Dosen an andere Staaten verschenken oder verkaufen. In dem Land war Sputnik V ein Flop. In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 54 Prozent der Bevölkerung eine erste Impfung bekommen, gut 36 Prozent sind vollständig geimpft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.06.2021 | 07:00 Uhr

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