Stand: 29.04.2020 15:24 Uhr

Landesanglerverband MV setzt Glasaale in die Elbe

Junge Aale schwimmen in einem Kunststoffbehälter © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze
Das Aussetzen der Glasaale ist Teil des Projektes "Rettet den Europäischen Aal".

Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern hat rund 35.000 Glasaale in die Elbe gesetzt. Die Aktion ist Teil des Projektes "Rettet den Europäischen Aal". Die Tiere wurden im Atlantik vor Frankreich gefangen und dort in einer Aalfarm herangezogen. Die Fische sind mittlerweile zwischen 8 und 10 Zentimetern groß. Ein Spediteur übergab die Tiere am Geesthachter Wehr in Niedersachsen. Um den Fischen einen erneuten langen Transportweg zu ersparen, wurden sie vom Landesanglerverband dort in die Elbe gesetzt.

Glasaale sind vom Aussterben bedroht

Die Glasaale haben ein Wert von rund 6.000 Euro. Die Kosten trägt der Bund. Der Landesanglerverband bringt seit 25 Jahren Europäische Aale in die Gewässer ein. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Die Gründe dafür sind vielfältig: Glasaale gelten als Delikatesse. Ihnen fehlt auch der Lebensraum, da Flüsse oftmals für die Schifffahrt umgestaltet werden. Auch Schädlinge setzen dem Aal zu, wie beispielsweise Fadenwürmer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.04.2020 | 05:30 Uhr

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