Stand: 19.01.2020 16:58 Uhr

Kühlungsborn: Streit um Mehrzweckhalle dauert an

Die Mehrzweckhalle "Drei-Möwen-Halle" in Kühlungsborn. © NDR Foto: NDR
Derzeit wird die Mehrzweckhalle in Kühlungsborn saniert.

Im Streit um die Mehrzweckhalle in Kühlungsborn gibt es noch immer keine Einigung zwischen der Stadt als Eigentümer und dem bisherigen Pächter Ralf Blohm. Fast vier Millionen Euro sind in die Drei-Möwen-Halle geflossen, die im Winter als Eishalle und im Sommer als Spielplatz genutzt wird. Nach derzeitigem Stand wird die Einrichtung in dieser Saison wohl nicht wie geplant von Urlaubern genutzt werden können.

Schäden am Gebäude nach dem Wintervergnügen

Bei dem Streit geht es um den Zustand der Halle. Die Stadt wirft dem Unternehmer aus Lübeck vor, das Eis für das Wintervergnügen 2019 nicht richtig eingebracht und auch danach nicht richtig abgetaut zu haben. Dadurch seien enorme Schäden entstanden: Schimmel und Wasser im Fundament. Das ist auch der Grund, warum Blohm zunächst keine Pacht zahlte und später auch nur einen Bruchteil davon. Er verweist auf Baumängel an der Halle. Die Stadt Kühlungsborn kündigte deshalb den Pachtvertrag und lässt seitdem die marode Halle für etwa 200.000 Euro sanieren.

Stadt hat Räumungsklage eingereicht

Der Pächter beharrt jedoch auf seinem Recht und will die Drei-Möwen-Halle weiter betreiben. Genau das will die Stadt nicht und hat jetzt eine Räumungsklage vor Gericht eingereicht. Und bis darüber entschieden ist, dauert es. Ein Urteil fällt womöglich erst in einem Jahr. Unter Umständen bleibt die Halle die gesamte Saison über geschlossen. Für die Gäste bedeutet das: kein Eisvergnügen, keine Hüpfburgen und keine Freizeitspiele.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 19.01.2020 | 19:30 Uhr

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