Stand: 07.08.2020 06:44 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Korvette aus Rostock hilft dem zerstörten Beirut

Korvette Ludwigshafen auf Einsatzreise Unifil. © Bundeswehr Foto: Christian Thiel
Die "Ludwigshafen" war bereits im Mittelmeer unterwegs, um Waffenschmuggel vor der libanesischen Küste zu verhindern.

Nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut am vergangenen Dienstag kommt auch Hilfe aus Mecklenburg-Vorpommern. Sowohl die Bundeswehr als auch das Technische Hilfswerk (THW) sind im Einsatz. Die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" mit Heimathafen Rostock wurde aus der UN-Mission Unifil im Mittelmeer herausgelöst. Sie ist inzwischen in Beirut eingetroffen. Allerdings nicht in dem zerstörten Hafen der Stadt, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auf Nachfrage zu NDR 1 Radio MV. Vielmehr könne die Korvette als sichere Plattform dienen, um Hilfseinsätze vor Ort zu steuern und libanesische Behörden bei Bedarf zu unterstützen.

Hilfe bei Trinkwasserversorgung

An Bord sind rund 60 Soldaten inklusive eines Arztes. Auch das THW ist mittlerweile in Beirut. Zwei Mitarbeiter aus Mecklenburg-Vorpommern helfen vor Ort, die Trinkwasserversorgung zu sichern. Auf der Suche nach den Ursachen für die Explosion haben die Behörden inzwischen 16 Mitarbeiter der Hafenverwaltung und der Zollbehörde festgenommen. Sie sollen für die Lagerung des Ammoniumnitrats zuständig gewesen sein, das offenbar in einem Lager im Beiruter Hafen offenbar explodiert war. Mindestens 150 Menschen kamen dabei ums Leben. Mehr als 5.000 weitere wurden verletzt.

 

Weitere Informationen
Hilfskräfte in gelber Kleidung gehen auf zerstörte Gebäude zu. © @fire Internationaler Katastrophenschutz e.V.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.08.2020 | 07:00 Uhr

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