Stand: 01.09.2020 14:52 Uhr

Königsstuhl: Machbarkeitsstudie zu neuer Treppe

Abgebaute Treppe am Königsstuhl © imago images Foto: Kai Horstmann
Seit einem Hangrutsch am Königsstuhl 2016 ist die Treppe zum Strand gesperrt. (Archivbild)

Viele Einwohner und Besucher Rügens wünschen sich wieder eine Treppe am Königsstuhl, um die Kreidefelsen auch wieder vom Strand aus erlebbar zu machen. Die alte Treppe war bei einem Hangabrutsch im Jahr 2016 beschädigt und danach gesperrt worden. Unter anderem aus Kostengründen wurde sie nicht wieder aufgebaut. Jetzt lässt der Landkreis Vorpommern-Rügen aber doch noch mal klären, ob ein Abstieg machbar wäre.

Geologe prüft Möglichkeiten und Kosten

Der Kreistag hatte das bereits im Februar beschlossen und damit auch auf den Unmut vieler Einwohner und Gäste reagiert, die das Aus für die Treppe nicht hinnehmen wollten. Landrat Stefan Kerth (SPD) hat den Beschluss jetzt umgesetzt und eine Machbarkeitsstudie bei einem Geologen beauftragt. Der soll nicht nur prüfen, ob so ein Abstieg dauerhaft möglich wäre, sondern auch, wieviel das kosten würde. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen im November vorliegen.

Land: Abstieg ist zu gefährlich

Die Ausschreibung hatte Kerth auch gegenüber dem Nationalparkamt Vorpommern und damit gegenüber dem Land angekündigt. Das jedoch hält an seiner Einschätzung fest: Der Abstieg ist zu gefährlich und der Landkreis nicht zuständig. Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte seine ablehnende Haltung unter anderem hatte mit den mehr als 300 Hangabrutschungen an Rügens Steilküste seit 2006 begründet. Der Abstieg am Königsstuhl gehöre zu den gefährlichsten Strandabschnitten Rügens.

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NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 01.09.2020 | 15:00 Uhr

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