Stand: 11.06.2020 16:58 Uhr

Kneipensterben durch Corona-Krise befürchtet

Ein Kellner stellt in einem Wirtshaus ein Bierglas auf Theke. © Herbert Lehmann/ picturedesk. com Foto: Herbert Lehmann
Die Kneipenszene könnte sich im Zuge der Corona-Krise deutlich verändern. (Themenbild)

Kneipiers, Hoteliers und Gastwirte in Mecklenburg-Vorpommern bangen corona-bedingt um ihre Existenz. Das geht aus einer Umfrage des Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervor.

Hygiene-Maßnahmen drücken auf Umsatz

90 Prozent aller Kneipiers und Gastwirte sehen demnach mit den derzeitigen Einschränkungen keine Zukunft für ihre Unternehmen. Restaurants dürfen zwar seit dem 18. Mai wieder öffnen, müssen aber strenge Hygiene-Regelungen umsetzen und können wegen der Abstandsregeln meist nicht so viele Gäste bewirten wie üblich. 80 Prozent haben nicht die erwarteten Umsätze gehabt.

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Kneipenbetrieb erst ab Montag wieder erlaubt

Bei den Kneipen ist die Lage noch deutlich schwieriger. Sie dürfen erst ab kommenden Montag wieder öffnen, und das auch nur bis Mitternacht. Insgesamt halten 90 Prozent aller Wirte in der derzeitigen Situation einen profitablen Betrieb ihrer Gastwirtschaften für unmöglich. Ähnlich sind die Zahlen im Bundesvergleich. Hier sind 80 Prozent der Betreiber überzeugt, wirtschaftlich am Ende zu sein.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 11.06.2020 | 16:00 Uhr

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