Stand: 20.12.2019 05:08 Uhr

Klinikverhandlungen: Glawe informiert im Landtag

von Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) spricht in ein Mikrofon. © NDR Foto: Virginie Konarski
Gesundheitsminister Glawe erstattet im Landtag Bericht über die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Klinikkonzernen. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) will am Vormittag den Landtag über die neuen Vereinbarungen zur Zukunft mehrerer Abteilungen der Kliniken in Crivitz und Parchim informieren. Glawe und der Landrat von Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg (SPD), hatten sich am Donnerstag mit den Klinik-Konzernen MediClin und Asklepios geeinigt, die Geburtsstation in Crivitz bis mindestens Ende Juni 2020 aufrecht zu erhalten.

Schwesig: Gute Lösungen finden

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) reagierte unterm Strich zufrieden. Das Wichtigste sei, dass eine Schließung zum Jahresende abgewendet worden sei, so die Regierungschefin. Jetzt müsse die Zeit genutzt werden, um "gute Lösungen zu finden". Schwesig und ihre SPD-Landtagsfraktion hatten zuletzt eine Übernahme von Kliniken durch die öffentliche Hand ins Spiel gebracht. Diese Rekommunalisierung wird in den am Donnerstag unterzeichneten Vereinbarungen mit den Kliniken allerdings nicht erwähnt.

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Aufatmen über Schonfrist

Auch der CDU-Gesundheitspolitiker Sebastian Ehlers zeigte sich erleichtert über die Schonfrist. Allerdings seien die Rahmenbedingungen weiter schwierig, so der Landtagsabgeordnete. Das kann als Hinweis auf den auch von den Kliniken beklagten Personalmangel verstanden werden. Der Linken-Abgeordnete Thorsten Koplin sprach von einem "vernünftigen" Verhandlungsergebnis, denn es sei eine langfristige Sicherung nötig. Allerdings müssten "die Versorgungsstrukturen an beiden Standorten dauerhaft erhalten bleiben".

Klinik-Konzern dämpft Erwartungen

Diese Forderung hat am vergangenen Freitag auch der Landtag per einstimmigem Beschluss erhoben. Der Regional-Chef von MediClin in Crivitz, Philipp Schlösser, dämpfte allerdings die Erwartungen. Er gehe davon aus, dass die Geburtshilfe in Crivitz nach der Halbjahresfrist am Asklepios-Krankenhaus in Parchim zusammengeführt werde.

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NDR 1 Radio MV | 20.12.2019 | 05:00 Uhr

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