Der Schatten von Vater und Kind fällt auf eine bunt mit Händen bedruckte Wand © dpa-Bildfunk Foto: Peter Kneffel/dpa

Kitas zu voll in Rostock - Kritik vom Senator

Stand: 22.04.2021 15:26 Uhr

Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) prüft eine Verschärfung der Regeln für die Notbetreuung in den Kitas der Hansestadt. Er kritisiert, dass zu viele Eltern ihre Kinder in den Kindergarten bringen - mehr als die Hälfte sei in der Notbetreuung.

Seit Wochenbeginn ist der Kita-Besuch grundsätzlich untersagt. Damit sollen der Schutz der Kinder vor Ansteckungen verbessert und das Infektionsgeschehen eingedämmt werden. So ist zumindest der Plan. Aber es gibt auch Ausnahmen: Zwingende Voraussetzungen sind, dass Vater oder Mutter in der sogenannten "kritischen Infrastruktur" tätig sind und ihre Kinder nicht anderweitig betreut werden können. "Momentan sind die Kitas in Rostock jedoch deutlich zu voll", so Bockhahn.

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Bockhahn prüft strengere Zugangsvoraussetzungen

Die Ausnahme dürfe nicht die Regel sein, so Bockhahn. Nach seinen Angaben sind mehr als 50 Prozent der Kita-Kinder in der Hansestadt in der Notbetreuung. Nun sollen die Kita-Träger noch stärker auf die Einhaltung der Regeln achten. Es werde aktuell geprüft, ob per städtischer Allgemeinverfügung noch schärfere Regelungen getroffen werden müssten. Die Landesregierung werde sich erst zu Wochenbeginn mit wieder mit dieser Frage befassen, so der Senator.

Keine Stundenzettel von Eltern gefordert

Bockhahn stellte klar, dass sich die Stadt an die vom Land vorgegebenen Regeln halte. Es seien keine Anweisungen erteilt worden, über die bestehenden Regelungen hinaus tätig zu werden, es wurden laut Bockhahn von den Eltern auch keine Stundenzettel verlangt. Eine Selbsterklärung der Eltern allein reiche aber nicht aus. Laut Sozialministerium ist neben einer Selbsterklärung, wonach eine private Kinderbetreuung nicht anders gewährleistet werden könne, auch eine Erklärung des Arbeitgebers erforderlich.

Ministerium hat Bürgerhotline eingerichtet

Die erforderlichen Formulare werden vom jeweiligen Jugendamt zur Verfügung gestellt. Das Sozialministerium hat eine Bürgerhotline eingerichtet unter der Telefonnummer 0385 - 588 19999. Eltern könnten sich von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 17 Uhr mit Fragen melden, am Sonnabend und Sonntag von 10 Uhr bis 14 Uhr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 22.04.2021 | 15:00 Uhr

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