Stand: 14.03.2018 14:42 Uhr

Kein zusätzlicher Feiertag für MV

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Im Landtag gab es keine Mehrheit für den 1. Juni als Feiertag. (Archivbild)

In Mecklenburg-Vorpommern bleibt es vorerst bei zehn Feiertagen im Jahr. Die Linke scheiterte am Mittwoch im Landtag mit ihrem Gesetzentwurf, den Internationalen Kindertag am 1. Juni zum arbeitsfreien Feiertag zu erklären. Die Fraktion hatte argumentiert, dass sich derzeit auch in den anderen norddeutschen Bundesländern etwas in puncto Feiertage tue. Hamburg und Schleswig-Holstein hätten den Weg für den 31. Oktober als Feiertag bereits frei gemacht, in Bremen gebe es eine Debatte und in Niedersachsen derzeit einen Gesetzentwurf.

Warnung vor wirtschaftlichen Nachteilen

Nur Mecklenburg-Vorpommern wolle die Lücke bei den Feiertagen nicht schließen, die es zwischen den südlichen und den nördlichen Bundesländern gebe, so die Linke. Ein zusätzlicher Feiertag komme außerdem den Familien zugute, sagte der Linken-Abgeordnete Henning Foerster. Neben den Koalitionsparteien SPD und CDU stimmten auch die Oppositionsfraktionen AfD und BMV gegen die Einführung eines zusätzlichen gesetzlichen Feiertags. Mehrere Redner warnten vor den ökonomischen Folgen. "Es gibt keinen Grund, die Wirtschaft des Landes ohne Not zu schwächen", erklärte etwa der BMV-Abgeordnete Matthias Manthei.

CDU: Populistischer Stimmenfang

Die AfD wies darauf hin, dass es in anderen Bundesländern andere religiöse Traditionen und daher auch andere Feiertage gebe. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es bereits einen Feiertag mehr als in den anderen norddeutschen Bundesländern, hieß es aus den Reihen der SPD. Werde dort der Reformationstag zum Feiertag, werde im Norden erst einmal Gleichheit hergestellt, so die SPD-Abgeordnete Martina Tegtmeier. Der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Ehlers warf der Linksfraktion vor, mit populistischen Forderungen frei nach dem Motto "Freibier für alle!" auf Stimmenfang gehen zu wollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.03.2018 | 15:00 Uhr

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