Stand: 21.01.2020 06:13 Uhr

Kampfmittelräumung in Ludwigslust dauert länger

Warnschild mit der Aufschrift Kampfmittelsondierung © picture alliance / Philipp Schulze/dpa Foto: Philipp Schulze
Erst die Hälfte der zu prüfenden Stellen ist bislang auf Kampfmittel kontrolliert worden. (Themenbild)

Am Ludwigsluster Bahnhof dauert die Suche nach Granaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg länger als geplant. Dort sollen ein Tunnel für den Straßenverkehr und ein neuer Busbahnhof gebaut werden. Eigentlich sollte die Suche Ende Dezember abgeschlossen worden sein.

4.800 Stellen müssen geprüft werden

Seit Oktober untersuchen Experten das Areal rund um den Bahnhof. Am Ende des zweiten Weltkriegs hatten alliierte Verbände dort zahlreiche Bomben abgeworfen. An insgesamt 4.800 einzelnen Stellen könnte Munition liegen - das haben Voruntersuchungen ergeben. Erst rund die Hälfte dieser Stellen haben die Fachleute in den vergangenen dreieinhalb Monaten überprüfen können. Bis zu sechs Meter tiefe Löcher müssen sie dafür bohren. Dabei stoßen die Teams immer wieder auf unerwartete Hindernisse wie Kabel, Rohre oder Befestigungen, die in den Plänen aus den 1970er Jahren nicht verzeichnet sind.

Gefällte Bäume werden ersetzt

Ende Januar will die Stadt damit beginnen, neun Laubbäume zu fällen: Sommerlinden, Ahorn, Stieleichen und eine Blutbuche. Ob diese Fällungen wirklich nötig sind, wurde im Vorfeld viel diskutiert - ein Kompromiss sieht vor, dass die Bäume zwar weichen müssen, aber die Ausgleichspflanzungen direkt am Bahnhof erfolgen sollen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.01.2020 | 05:30 Uhr

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