Stand: 03.03.2017 18:20 Uhr

KMK-Beschluss: Das Abi up platt kann kommen

Niederdeutsch wird künftig als Prüfungsfach für das Abitur anerkannt. Das habe der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz beschlossen, wie das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern am Freitag in Schwerin mitteilte. Mecklenburg-Vorpommern hatte sich für offizielle Anerkennung eingesetzt.

Hesse: Große Wertschätzung für niederdeutsche Sprache

Damit können die Pläne des Landes umgesetzt werden, künftig an sechs Gymnasien im Nordosten Niederdeutsch als Wahlpflichtfach anzubieten. An diesen Schwerpunktschulen soll Plattdeutsch auch für das mündliche und schriftliche Abitur zugelassen werden. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) sagte, diese Entscheidung sei eine große Wertschätzung für alle, die sich für die Pflege der niederdeutschen Sprache einsetzen. Plattdeutsch sei damit ein gleichberechtigtes Schulfach und kein Zusatzangebot mehr. Die niederdeutsche Sprache können Schüler von der siebten Klasse an künftig an Gymnasien in Dömitz, Wismar, Crivitz, Laage, Stavenhagen und Demmin erlernen.

Schleswig-Hosltein: Freude beim Heimatbund

In Schleswig-Holstein unterrichten momentan 29 Grundschulen platt. Geplant ist, dass es mehr werden - und der Plattdeutsch-Unterricht nach und nach auch für die höheren Klassen aufgebaut wird. Deshalb freut sich der Heimatbund über den Beschluss. "Ich gehe davon aus, dass es bald auch in Schleswig-Holstein möglich sein wird, Plattdeutsch als Abitur-Prüfungsfach zu wählen", sagte Marianne Ehlers, die Plattdeutsch-Beauftragte des Heimatbundes. Das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein wollte den Beschluss am Freitag nicht kommentieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.03.2017 | 17:30 Uhr

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