Stand: 19.06.2018 15:45 Uhr

Jäger erlegten in MV fast 86.000 Wildschweine

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85.949 Wildschweine sind im vergangen Jagdjahr im Nordosten zur Strecke gebracht worden. (Archivbild)

Im zurückliegenden Jagdjahr sind in Mecklenburg-Vorpommern knapp 86.000 Wildschweine erlegt worden. Das waren nach Angaben des Agrarministeriums so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1972. Zusammen mit Rot- und Damwild seien insgesamt fast 160.000 Tiere zur Strecke gebracht worden.

Schwarzwildmaßnahmenpaket zeigt Wirkung

Minister Till Backhaus (SPD) lobte die hohe Quote als wichtigen Beitrag gegen eine mögliche Ausbreitung der gefürchteten Afrikanischen Schweinepest. Grund für die hohe Zahl sei vor allem das Schwarzwildmaßnahmenpaket, das wegen der Schweinepest beschlossen wurde, hieß es.

Backhaus: Afrikanische Schweinepest hätte gravierende Folgen

Die Tierkrankheit, gegen die es bislang keine Impfung gibt, tritt derzeit in Osteuropa auf. In Polen gebe es Fälle bis zu 400 Kilometer an die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern heran. Ein Übergreifen auf den Nordosten hätte laut Backhaus verheerende wirtschaftliche Folgen von bis zu 980 Millionen Euro. Wildschweine gelten als ein Überträger.

Die meisten erlegten Wildschweine an der Seenplatte

Durch die "Pürzelprämie" erhielt jeder Jäger 25 Euro pro erlegtem Wildschwein. Innerhalb von sechs Monaten seien den Jägern insgesamt rund 721.000 Euro ausgezahlt worden. Die meisten Tiere wurden laut Backhaus mit rund 20.000 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geschossen - dicht gefolgt vom Landkreis Ludwigslust-Parchim mit rund 17.000 erlegten Tieren. Eine fast 100 prozentige Steigerung habe es in Schwerin gegeben: Dort wurden innerhalb des Jagdjahres 222 Wildschweine erlegt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.06.2018 | 16:00 Uhr

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