Stand: 04.03.2020 10:30 Uhr

Immer weniger Milchkühe in MV

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer weniger Milchkühe. Allein in den vergangenen drei Wochen sei der Rinderbestand im Land um 1.000 Tiere gesunken. Das berichtet Peter Sanftleben von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft auf dem Milchrindtag in Woldedk. Hier haben sich Landwirte und Wissenschaftler über Probleme und Strategien ausgetauscht.

Verdienst der Milchrindhalter reicht nicht aus

Viele Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern sind frustriert. Sie haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht genügend wertgeschätzt wird. Das zeige sich vor allem in den Milchpreisen. Die sind nämlich so niedrig, dass der Verdienst für viele Milchrindhalter nicht ausreicht, um ihre Höfe aufrechtzuerhalten, berichtet Sanftleben in der Viehhalle Güstrow. Dass zur Zeit der Bestand erheblich reduziert wird, liegt daran, dass die ökonomische Situation für die Betriebe schwierig ist: Der Milchpreis bildet nach wie vor nicht ab, was das wertvolle Lebensmittel Milch eigentlich wert ist.

Maßnahmenkatalog für neue Wege der Finanzierung

Viele Betriebe sehen sich vor dem Problem, einen Nachfolger für ihren Betrieb zu finden. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fordern, dass das Tierwohl auf den Höfen verbessert wird. Gleichzeitig wollen sie aber nicht mehr Geld für tierische Produkte ausgeben, berichtet Sanftleben. Um genau diesen Spagat zu schaffen, hat die sogenannte Borchert-Kommission - ein unabhängiges Netzwerk aus Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Wissenschaft und Praxis - einen Maßnahmenkatalog erstellt.

 

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 03.03.2020 | 19:30 Uhr

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