Stand: 16.10.2019 05:25 Uhr

Immer noch keine Ärzte für Kinderklinik Parchim

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Stationär können Kinder und Jugendliche aus der Region Parchim weiterhin nur in den Helios-Kliniken in Schwerin behandelt werden. (Symbolbild)

Im November wird auch die letzte Kinderärztin des ursprünglich sechsköpfigen Ärzteteams die Parchimer Klinik verlassen. Sie werde in eine Kinderarztpraxis wechseln, sagte ein Sprecher des Klinikkonzerns Asklepios. Die Suche nach Ärzten sei jedoch noch nicht beendet. Die Klinik hatte nach eigenen Angaben bundesweit Stellenanzeigen geschaltet und Personalagenturen beauftragt.

Glawe kritisiert Asklepios

Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) kritisierte im Interview mit NDR 1 Radio MV die Intensität, mit der die Klinik Kinderärzte gesucht hatte. Demnach hätte Asklepios früher mit der Suche beginnen müssen. Laut Glawe wird nun über Alternativen nachgedacht, wie die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen in der Region Parchim dauerhaft aufrecht erhalten werden kann, sollte die Abteilung endgültig schließen müssen. Mitte Juni hatte sich Glawe bereits eingeschaltet und Unterstützung zugesichert. Damals hatte er im Landtag gesagt, Ziel sei es, dass die Kinderstation Anfang Juli wieder öffnen könne, eventuell sollten Honorarärzte aushelfen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht.

Gesundheitsminister von MV Harry Glawe (CDU) im Interview.

Kinderklinik Parchim sucht vergeblich Ärzte

Nordmagazin -

Die Suche nach neuen Ärzten für die seit Monaten geschlossene Kinderklinik in Parchim kommt nicht voran. Auf die Stellenausschreibung hat sich bisher niemand beworben.

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Stationäre Behandlung weiterhin in Schwerin

Einzelheiten sollen laut Glawe im November im Planungsausschuss des Landes unter anderem mit Vertretern der Krankenhausgesellschaft, der Krankenkassen, und der Krankenhausträger besprochen werden. Bis zum Jahresende oder spätestens Anfang des kommenden Jahres solle die Öffentlichkeit über Ergebnisse informiert werden. Bis dahin können Eltern ihre Kinder ambulant in der Kinderarztpraxis der Klinik in Parchim versorgen lassen. Stationär müssen kranke Kinder nach wie vor in die Helioskliniken nach Schwerin gebracht werden. Dort gibt es eine große Kinder- und Jugendabteilung mit 26 Ärzten und mehr als 100 Pflegern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.10.2019 | 06:00 Uhr

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