Stand: 03.01.2018 07:00 Uhr

Immer mehr Keuchhusten in MV

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2017 gab es in Mecklenburg-Vorpommern 570 diagnostizierte Fälle von Keuchhusten. Dabei stecken sich auch immer mehr Jugendliche und Erwachsene an.

Die Anzahl von diagnostizierten Keuchhusten-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich 2017 mehr als verdoppelt. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, wurde Keuchhusten im vergangenen Jahr 570 Mal festgestellt. 2016 waren es 216 Fälle. Bekannt sei, dass Keuchhusten-Infektionen wellenartig im Abstand von etwa fünf Jahren auftreten, so das Lagus. Und tatsächlich: 2012 war die Zahl hoch, 2007 wurden in Mecklenburg-Vorpommern gar 1.500 Fälle gemeldet.

Ansteckung über Tröpfcheninfektion

Keuchhusten (Pertussis) ist eine meldepflichtige, hochansteckende, durch Bakterien ausgelöste Erkrankung, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Weltweit ist Keuchhusten eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege. Der Keuchhusten-Erreger bildet Giftstoffe, die die Schleimhäute der Luftwege schädigen.

Mehr Jugendliche und Erwachsene erkranken

Früher eine reine Kinderkrankheit, bekommen heute auch immer mehr Jugendliche und Erwachsene Keuchhusten. Diese stellen dann eine Infektionsgefahr für ungeschützte Neugeborene, alte und kranke Menschen dar. Bei ihnen kann eine Keuchhusten-Infektion schwer verlaufen oder lebensbedrohlich sein. Empfohlen wird deswegen ausdrücklich, sich impfen zu lassen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.01.2018 | 05:30 Uhr

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