Stand: 05.02.2019 05:01 Uhr

Im Brexit-Fall: Fischereiabkommen gefordert

Mecklenburg-Vorpommerns Europa-Abgeordneter Werner Kuhn (CDU) fordert auch nach dem Brexit Zugang zu den Fanggründen vor Großbritannien für die Hochseefischer im Nordosten. Die Briten sollten mit Brüssel ein Fischereiabkommen aushandeln: "Sollte es Ende März zu einem harten Brexit kommen und das Vereinigte Königreich die EU ohne Vertrag verlassen, könnten die Briten eine ausschließliche Wirtschaftszone um ihr Land ziehen", sagte Kuhn NDR 1 Radio MV.

MV-Flotte fischt viel Hering vor Schottland

Er befürchtet, dass diese 200-Meilen-Zone die Hochseeflotte Mecklenburg Vorpommerns treffen werde, da sie ihre Fanggründe in der Nordsee vor Schottland hat. Aus diesen Gewässern fischt die Flotte jedes Jahr rund 50.000 Tonnen Hering, die im Euro-Baltic-Werk in Sassnitz-Mukran auf Rügen verarbeitet werden.

Ein "herber Einschlag" droht

Die Fanggründe vor Großbritannien seien somit von existenzieller Bedeutung. "Ein No-Deal-Brexit wäre deshalb ein herber Einschlag, den es unbedingt zu verhindern gilt", so Kuhn.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.02.2019 | 05:30 Uhr

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