Stand: 18.10.2019 17:38 Uhr

Hunde und Katzen in MV sollen Mikrochips bekommen

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Hunde und Katzen sollen künftig per Chip registriert werden.(Archivbild)

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat sich für eine Kennzeichnungspflicht von Hunden und Katzen ausgesprochen. Bis Ende nächsten Jahres soll eine landesweite Registrierungspflicht per Mikrochip eingeführt werden. Der Landtag forderte die Regierung am Freitag mehrheitlich auf, bis Ende 2020 eine solche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht in Mecklenburg-Vorpommern einzuführen.

Tierleid soll verringert werden

Damit könne Tierleid verringert werden, heißt es in dem Antrag von CDU und SPD. Durch eine Pflicht für Tierhalter ließen sich illegaler Welpenhandel, unkontrollierte Vermehrung und das Aussetzen von Tieren eindämmen. Entlaufene Tiere könnten außerdem ihren Besitzern schneller zurückgegeben werden. Dafür soll Hunden und Katzen bis spätestens zwölf Wochen nach der Geburt ein Mikrochip eingesetzt werden. Dieser enthält Informationen zum Besitzer.

Weiße Katze mit zwei Babys

Hunde und Katzen bekommen bald Chips eingesetzt

Nordmagazin -

Die Landesregierung will Ende 2020 eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen einführen. Entlaufene Tiere könnten so schneller zurückgebracht werden.

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Einsetzen des Chips beim Tierarzt

Beim Tierarzt koste das Einsetzen des Chips momentan etwa 30 Euro, hieß es. Allerdings habe der Landestierschutzbund angeboten, das Chippen und Registrieren für 10 Euro pro Tier zu übernehmen. Die Registrierungspflicht in Mecklenburg-Vorpommern sei nur ein erster Schritt. Entsprechende Regelungen im Bund müssten folgen. Die Linksfraktion stimmte dem Antrag der großen Koalition zu. Der Linken-Abgeordnete Wolfgang Weiß verwies aber auf mögliche Datenschutz-Probleme, wenn der Halter eines Tieres im Internet identifizierbar ist. Die AfD sprach sich gegen eine Pflicht zur Kennzeichnung aus.

Städte- und Gemeindetag ist skeptisch

Auch der Städte- und Gemeindetag ist skeptisch. Es sei nicht klar, was passiere, wenn gegen die Registrierungspflicht verstoßen wird, und ob alle Hunde- und Katzenbesitzer die kostenpflichtige Kennzeichnung umsetzen müssen. Bundesweit gibt es bisher keine Pflicht. Agrarminister Till Backhaus (SPD) räumte ein, dass die eine oder andere Frage der Umsetzung noch offen sei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.10.2019 | 06:00 Uhr

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