Studierende in einem Hörsaal.

Hochschulen und Unis in MV peilen mehr Präsenzunterricht an

Stand: 18.09.2021 14:28 Uhr

Die Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern starten in knapp einem Monat in das Wintersemester. Auf Videokonferenzen und andere Onlineveranstaltungen wollen die Unis dabei weitestgehend verzichten.

An der Universität Rostock wollen die Verantwortlichen geimpfte und genesende Studenten mit Mund-Nasen-Schutz ohne weitere Abstandsregeln in die Seminarräume und Vorlesungssäle lassen. Studierende ohne Immunisierung sollen mit Abstand in gesonderten Bereichen unterrichtet werden. Darüber hinaus sind zwei Corona-Tests die Woche geplant, wie Sprecherin Kristin Nölting mitteilte. Gleichzeitig strebe die Uni Rostock an, möglichst viele Veranstaltungen in hybrider Form anzubieten, hieß es. Im vergangenen Wintersemester waren an der Universität mehr als 12.200 Studenten registriert, davon rund 1.850 Erstsemester.

Uni Greifswald: Zugang gemäß 3G-Regel

An der Universität Greifswald sind laut einer Umfrage des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) etwa 90 Prozent der Studenten geimpft. Nach Angaben von Uni-Sprecher Jan Meßerschmidt ist das Schachbrettmuster als Sitzordnung vorgesehen. Weiterhin werde es auch digitale und hybride Veranstaltungen geben. Zugang zu Vorlesungen und Seminarräumen werde entsprechend der 3G-Regeln (geimpft, genesen oder getestet) gewährt. Bis Mitte November sollen die Test kostenfrei sein. In den Gebäuden gelte weiterhin Maskenpflicht. Die Uni geht bis zum Ende der Einschreibungsphase von etwa 10.000 Studierenden aus.

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HMT Rostock führt anonyme Umfrage durch

Die Hochschule für Musik und Theater (HMT) Rostock plant einen regulären Studienbetrieb für die rund 550 Studenten. Es sollen ein wöchentlicher Hauptfach- und Gruppenunterricht, Vortrags- und szenische Abende, Konzerte und Vorstellungen vor möglichst großem Publikum, Seminare und Vorlesungen unter 3G-Bedingungen ermöglicht werden. "Um die Impfquote unter allen Hochschulangehörigen zu ermitteln, führt die HMT aktuell eine anonyme Umfrage durch", sagte Sprecherin Angelika Thönes.

3G-Regel an anderen Hochschulen

An der Hochschule Wismar mit ihren rund 8.000 Studenten dürfen Unterrichtsräume nur bei Registrierung mit der Darf-ich-rein-App betreten werden. Dabei werde der 3G-Status abgefragt. Erst dann sei die Registrierung für den Raum abgeschlossen und ein digitales Ticket wird erstellt. Die Hochschule Stralsund hat nach eigenen Angaben in diesem Wintersemester fast 2.400 Studierende. Auch dort gelte neben der Maskenpflicht in Gebäuden die 3G-Regel für die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen - entsprechende Nachweise seien mitzuführen. Insgesamt studieren an den Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern im kommenden Wintersemester etwa 34.000 Frauen und Männer.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 18.09.2021 | 15:00 Uhr

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