Stand: 19.06.2019 15:31 Uhr

Hitze macht Fischen in MV zu schaffen

Nach Angaben des Landesanglerverbandes führen noch immer viele Gewässer in MV zu wenig Wasser. (Archivbild)

Der Landesanglerverband sorgt sich um die Fischbestände in vielen Binnengewässern. Hohe Wassertemperaturen und niedrige Wasserstände in Mecklenburg-Vorpommern gefährden demnach die Tiere. Die Lage sei ernst, so der Natur- und Artenschutzexperte des Landesanglerverbandes, Mario Voigt-Haden. In der Barthe seien bereits Fische verendet. Und auch in der Müritz-Elde-Wasserstraße hätten Hitze und Sauerstoffmangel zum Tod von rund 2.000 Weißfischen geführt, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Vor allem flache Teiche und Seen betroffen

Der Plauer See hat aktuell 24 Grad Wassertemperatur, der Krakower See 23, der Mirower See 22 Grad. Dorfteiche und flache, kleine Gewässer haben sich in den vergangenen Wochen noch mehr aufgeheizt. Die Sauerstoffsättigung im Wasser sinkt mit steigender Temperatur. Betroffen seien besonders kleine, flache Teiche und Seen, die nicht mit anderen verbunden sind, sagte Voigt. Nach dem trockenen Vorjahr führten die Gewässer immer noch zu wenig Wasser. Die vergangenen Regenfälle konnten das Defizit nicht ausgleichen.

Renaturierung von Seen, Bächen und Mooren soll helfen

Sinkt die Konzentration von Sauerstoff in den Gewässern unter 4 Milligramm Sauerstoff pro Liter, wird es für Fische kritisch. An diese Grenze könnten viele Gewässer in MV stoßen, wenn es weiter so heiß bleibt, so Voigt weiter. Um Fische besser schützen zu können, setzt sich der Landesanglerverband für die Renaturierung von Seen, Bächen und Mooren ein. Denn möglichst viele intakte Wasserspeicher in der Landschaft würden den Tieren helfen, Hitzeperioden besser zu überstehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 19.06.2019 | 15:00 Uhr

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