Stand: 17.04.2020 20:31 Uhr

Hilfsfonds für MV Werften in sechsstelliger Höhe

Die Werfthalle der MV Werften in Wismar © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Bockwoldt
Bei den MV Werften soll die Kurzarbeit verlängert werden. (Archivbild)

Die MV Werften können mit der Unterstützung des Landes rechnen. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) stellt dem Genting-Konzern einen "Hilfsfonds in sechsstelliger Höhe" in Aussicht. Damit sollen die Liquidität der Werften "kurzfristig sichergestellt" sein und die Zulieferer bezahlt werden, sagte Glawe. Außerdem wird so die Fertigstellung der im Bau befindlichen und geplanten Schiffe gesichert.

Verlängerung der Schließung bis 4. Mai

Zuvor hatten die MV Werften (mit Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund) angekündigt, die Wiederaufnahme des Betriebs auf den 4. Mai zu verschieben. Eigentlich sollte die Produktion am kommenden Montag wieder beginnen. Am Donnerstagmorgen hatten die Mitarbeiter der Werftengruppe diese Nachricht per E-Mail und einer internen MV-Werften-App auf ihre Smartphones bekommen.

Stillstand seit dem 20. März

Laut Geschäftsführung ist eine effiziente Fertigung erst wieder möglich, wenn Lieferketten über offene Grenzen hinweg funktionieren. Auch der Sicherheitsabstand zwischen den Mitarbeitern wird als ein Grund genannt, die Arbeiten noch weitere zwei Wochen ruhen zu lassen. Am 20. März waren die Arbeiten an den Standorten Wismar, Rostock und Stralsund vorübergehend gestoppt worden. Somit kommen zu den vier Wochen Pause bis jetzt mindestens zwei weitere Wochen hinzu. Die Beschäftigten bekommen Kurzarbeitergeld.

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In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass die MV Werften Zahlungsprobleme haben. Die MV Werften beschäftigen rund 3.100 Mitarbeiter, mit den Zuliefer-Firmen sollen bis zu 20.000 Menschen in diesem Bereich beschäftigt sein.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.04.2020 | 19:00 Uhr

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