Stand: 11.09.2018 07:55 Uhr

Helios: Stadt will Auskunft über Personal-Lage

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Patienten ohne Ärzte: Die Helios-Klinik in Schwerin bekommt ihren Ärztemangel offenbar nicht in den Griff.

Die Schweriner Stadtverwaltung wird sich mit der angespannten Personalsituation bei der Helios-Klinik befassen. Das haben die Stadtvertreter am Montagabend einstimmig beschlossen. Der Beschluss sieht vor, dass Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) auf die Einberufung einer Gesellschafterversammlung hinwirken soll. In dieser solle genau dargelegt werden, wie die personelle Situation am Klinikum aktuell ist.

Aufruf an die Klinik

Außerdem soll die Klinik aufgefordert werden, die "für ein Krankenhaus erforderliche Personalausstattung sicherzustellen". Schwerin hält rund fünf Prozent der Gesellschafteranteile an der Klinik, den Großteil hatte die Stadt vor 14 Jahren verkauft. Dementsprechend gering seien die Einflussmöglichkeiten, so Badenschier weiter.

Im August Operationen wegen Ärztemangel abgesagt

Anfang August hatte Klinik-Geschäftsführer Thomas Rupp NDR 1 Radio MV bestätigt, dass aus Mangel an Anästhesisten Operationen abgesagt werden mussten. Die Schweriner Helios-Klinik ist landesweit das größte privatwirtschaftlich geführte Krankenhaus.

2.500 Beschäftigte in Schwerin

Bei Helios in Schwerin arbeiten 2.500 Beschäftigte. Die Klinik hat nach NDR Informationen im vergangenen Jahr einen Gewinn von 32,7 Millionen Euro erwirtschaftet, eine Million mehr als im Jahr zuvor. In der Vergangenheit hatten bereits Probleme in der Augenklinik Schlagzeilen gemacht.

Weitere Informationen

Ministerium schickt Mahnbrief an Helios

Eine Augenklinik fast ohne Personal: Auf die Schweriner Helios-Klinik kommt eine große Versorgungslücke zu. Das Sozialministerium mahnt Gegenmaßnahmen an. (17.12.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.09.2018 | 08:00 Uhr

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