Hausärzte in MV fordern schnellere Beteiligung am Impfen

Stand: 12.01.2021 18:22 Uhr

Der Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern fordert eine schnellere Beteiligung der Hausärzte an der Corona-Impfkampagne. Bisher wird nur durch mobile Teams und in speziellen Zentren geimpft.

Die Hausärzte sagen, sie seien die Impfexperten schlechthin, da sie jedes Jahr etwa 400.000 Influenza-Impfungen vornehmen. Außerdem besäßen sie das Vertrauen ihrer Patienten und würden diese auch sehr gut kennen. Jörg Hinniger, Vorstandsmitglied im Hausärzteverband, meint, dass die Impfbereitschaft um ein Vielfaches höher wäre, wenn Hausärzte impfen würden.

Hausärzte widersprechen Gesundheitsministerium

Das Gesundheitsministerium in Schwerin verweist darauf, dass es wegen der besonderen Transport- und Lagerbedingungen des derzeit verfügbaren Impfstoffs nicht möglich sei, ihn in Hausarztpraxen zu spritzen. Das bezweifeln die Hausärzte allerdings, weil der Biontech-Impfstoff beispielsweise noch fünf Tage nach dem Auftauen nutzbar sei. Die Hausärzte fordern außerdem, schneller selbst geimpft zu werden, da sie es in ihren Praxen häufig mit Patienten zu tun haben, bei denen sie nicht wissen, ob sie mit Corona infiziert sind.

Impf-Start in Zentren in MV

Unterdessen haben die Corona-Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern ihre Arbeit aufgenommen. Da der Impfstoff aber nur in geringen Mengen vorhanden ist, fällt der Start der Corona-Schutzimpfungen allerdings verhalten aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 12.01.2021 | 17:00 Uhr

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