Stand: 20.06.2018 17:09 Uhr

Verschickte Neubrandenburger Bombenattrappen?

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Am Montag wurden wegen verdächtiger Briefe Gerichte in Rostock und Waren geräumt.

Die Polizei sucht weiterhin nach einem 58-jährigen Mann aus Neubrandenburg. Er ist möglicherweise für bundesweit verschickte Bombenattrappen verantwortlich. Die Ermittler seien auf den Mann gestoßen, nachdem Dienstag ein verdächtiger Brief im Gebäude der Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg gefunden worden sei, teilte die Polizei mit.

Verdächtigen Brief auch an Staatskanzlei geschickt

Erst am Montag waren das Oberlandesgericht in Rostock und das Amtsgericht in Waren nach dem Eingang verdächtiger Briefsendungen geräumt worden. Diese hatten sich jedoch als ungefährlich herausgestellt. Aus den Briefen ragten zwei Drähte heraus. Sie waren mit Glitzerpulver gefüllt. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, war eine weitere Sendung in der Staatskanzlei in Schwerin eingegangen.

Zusammenhang mit Taten vor eineinhalb Jahren?

Die Polizei geht davon aus, dass diese Taten ebenfalls auf das Konto des Neubrandenburgers gehen könnten. Zudem werde geprüft, ob ein Zusammenhang zu einer Serie von Briefen bestehe, die vor eineinhalb Jahren verschickt worden seien, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Bislang gebe es jedoch keine konkreten Hinweise, dass dies der Fall sei. Damals wurden bundesweit Briefe mit weißem Pulver verschickt.

Wohnung durchsucht, Beweise gesichert

Der Verdächtige habe auf mehrere Briefe seinen Absender geschrieben, hieß es aus Ermittlerkreisen. Daraufhin sei die Wohnung des 58-Jährigen am Dienstag durchsucht und Beweise sichergestellt worden. Vermutlich habe der Mann bundesweit weitere Sendungen verschickt. Die Suche nach dem Verdächtigen verlief bislang erfolglos. Eine Fahndung auf der Grundlage eines Haftbefehls gibt es aber nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.06.2018 | 06:00 Uhr

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