Stand: 16.07.2020 15:20 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Hafen Rostock: Corona-Pandemie hinterlässt Spuren

Die Halbjahresbilanz des Rostocker Hafens ist deutlich von den Einflüssen der weltweiten Corona-Pandemie geprägt. (Archivbild)

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in der Halbjahresbilanz des Rostocker Hafens deutliche Spuren hinterlassen. In den ersten sechs Monaten diese Jahres wurden 12,7 Millionen Bruttotonnen Fracht umgeschlagen, wie der Hafen am Donnerstag mitteilte. Dies waren 600.000 Tonnen beziehungsweise fünf Prozent weniger als Vorjahresvergleichszeitraum.

Nur noch die Hälfte der Fährpassagiere

Die Corona-Auswirkungen seien insbesondere im Passagierverkehr deutlich geworden. Die Zahl der Fährpassagiere von und nach Nordeuropa brach demnach im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um die Hälfte auf 546.000 ein. Auf den drei Fähr- und drei RoRo-Verbindungen von und nach Dänemark, Schweden und Finnland wurden 181.000 Lkw transportiert - acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Kreuzfahrt-Geschäft sei vollkommen zum Erliegen gekommen. Die Saison sollte eigentlich am 24. März starten, nun geht sie mit dem Neustart der Saison von Aida Cruises am 12. August los.

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Doch es gab auch Zuwächse - insbesondere bei den Massengütern: So konnte der Getreideumschlag mit 2,2 Millionen Tonnen sogar ein Plus von 47 Prozent verzeichnen. Auch Splitt und Zement wurden mehr umgeschlagen. Sieben Prozent Plus wurden im Stückgutbereich registriert. "Es wurden vor allem mehr Bleche, Rohre und Windkraftanlagen verladen", hieß es.

Erstmals seit 30 Jahren wieder Container

Außerdem wurden knapp 10.000 Eisenbahnwaggons über See transportiert - und damit das Niveau gehalten. Mit etwas Stolz blickt der Hafen auf den Umschlag von Containern mit Industrie- und Medizingütern aus China. Container waren in Rostock fast 30 Jahre nicht mehr abgefertigt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 16.07.2020 | 15:00 Uhr

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