Stand: 15.12.2018 11:42 Uhr

Güstrow: Gesprengter Brunnen wartet auf Sanierung

Die teilweise Zerstörung des Güstrower Wahrzeichens hatte in der Barlachstadt für Entsetzen gesorgt.

Ein knappes Jahr nach der Zerstörung des Borwinbrunnens in Güstrow (Landkreis Rostock) durch Feuerwerk in der Silvesternacht lässt die Restaurierung des Wahrzeichens noch immer auf sich warten. Das Gebäudemanagement der Stadt begründet dies mit Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Restaurator.

Im Frühjahr soll die Sanierung beginnen

Derzeit laufe ein Fördermittelantrag beim Land, über den aber noch nicht entschieden sei, sagte der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Maik Titze. Ursprünglich hatte die Sanierung im Herbst beginnen sollen, nun soll es im Frühjahr 2019 losgehen. Drei bis vier Bruchstücke sollen laut Titze nachmodelliert und mit den restlichen Trümmern und der Brunnenschale verklebt werden. Mit einem 3D-Scanner war dass Bauwerk zuvor vermessen worden. Das spätere Verkleben werde voraussichtlich nicht mehr als einen Monat dauern, sagte Titze.

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Knapp 17.000 Euro an Spenden gesammelt

Ein zur Tatzeit 30 Jahre alter Güstrower soll in der Silvesternacht 2017/18 Feuerwerkskörper an einer Säule des Brunnens angebracht und gezündet haben. Der Mann hat die Tat bereits eingeräumt, ein Urteil steht in der Sache aber noch aus. Durch die Wucht der Detonation brach ein Brunnenelement ab. Der Schaden beträgt laut Experten etwa 110.000 Euro. Für die Reparatur sind bis Mitte Dezember rund 16.700 Euro an Spenden zusammengekommen. Dass der Verursacher für eine so große Summe aufkommen kann, hält Titze für eher unwahrscheinlich.

Brunnen erinnert an Stadtgründung

Der Borwinbrunnen steht seit 1889 am Güstrower Pferdemarkt. Er soll an die Gründung der Stadt und an deren Stifter Fürst Heinrich Borwin II. erinnern. Schon Silvester 2003 war er stark beschädigt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.12.2018 | 12:00 Uhr

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