Stand: 27.05.2019 17:12 Uhr

Grüner Niklas Nienaß vertritt MV bei der EU

Bild vergrößern
Niklas Nienaß will Politik für junge Menschen machen, aber auch die Jugend für die Politik begeistern.

Mecklenburg-Vorpommern ist künftig nur noch mit einem Abgeordneten in Brüssel vertreten: Dem Grünen-Nachwuchspolitiker Niklas Nienaß aus Rostock. Er will sich für den Klimaschutz starkmachen, da müsse sich jetzt endlich etwas bewegen, sagt er. Nienaß belegte auf der parteiintern gewählten Europaliste der Grünen Platz 18. Das Ergebnis der Bundespartei bei der Europawahl mit 20,5 Prozent der Stimmen, was sich bereits in Umfragen abgezeichnet hatte, führt nun dazu, dass Nienaß tatsächlich EU-Parlamentarier wird.

"Glühender Europäer" will junge Politik machen

Der 27-jährige Jurastudent Nienaß ist Mitglied des Landesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Für den nach eigener Aussage "glühenden Europäer" war das hohe Durchschnittsalter im EU-Parlament einer der ausschlaggebenden Gründe für seine Kandidatur. Sein Ziel ist es, junge Politik zu betreiben, aber auch mehr Jugendliche in die Politik zu holen und längerfristig zu halten, so Nienaß.

Aufgabe: Klimaschutz vorantreiben

Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern werten ihre zweistelligen Wahlergebnisse bei den Kommunal- und Europawahlen als Beleg für die wachsende Sensibilität in der Bevölkerung für den Klimawandel. "Die Grünen werden als die einzige Partei angesehen, die konsequent den Klimaschutz vorantreibt und dabei auch die Verbindung herstellt zu sozialer Gerechtigkeit", sagte Grünen-Landeschefin Claudia Schulz am Montag in Schwerin. Daraus erwachse die Aufgabe, diesen Kurs fortzuführen. Die Co-Vorsitzende Ulrike Berger hob hervor, dass es den Grünen gelungen sei, erstmals in Fraktionsstärke in alle sechs Kreistage und auch in die Vertretungen der großen Städte einzuziehen.

Weitere Informationen

Europawahl: CDU und SPD in MV mit Verlusten

Die Parteien der großen Koalition in Deutschland haben bei der Europawahl historisch schlecht abgeschnitten. SPD-Bundesvize Schwesig sprach von einer bitteren Niederlage für die Sozialdemokraten. mehr

CDU und SPD ohne MV-Abgeordnete in Europa

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungsparteien gehen leer aus: SPD und CDU schicken künftig keinen Abgeordneten aus dem Land mehr nach Europa. Der CDU-Mann Werner Kuhn und die SPD-Abgeordnete Iris Hoffmann verpassen den Einzug ins EU-Parlament, Kuhn war zehn Jahre dabei, Hoffmann fünf Jahre. Auch der Rostocker Arne Gericke, der für das christliche Bündnis C antrat, verliert seinen Sitz in Brüssel.

26 Bewerber aus Mecklenburg-Vorpommern

Bundesweit traten insgesamt 41 Parteien zur Europawahl an. Aus Mecklenburg-Vorpommern bewarben sich insgesamt 26 Männer und Frauen um den Einzug ins EU-Parlament. Jede Partei hatte Bundeslisten aufgestellt, aus denen sich je nach Wahlergebnis berechnet, wie viele Plätze jede Partei im neuen Europaparlament erhält. Im neuen EU-Parlament wird Deutschland insgesamt 96 Abgeordnete stellen. Auf dem Stimmzettel hatte der Wähler die Wahl aus 40 Parteien. Insgesamt bewarben sich 1.380 Kandidaten in Deutschland um den Einzug ins Europaparlament. Der Frauenanteil unter den Bewerbern lag bei 34,7 Prozent.

Weitere Informationen

Europawahl: Alle Informationen für den Norden

Am Sonntag haben Bürger der Europäischen Union zum neunten Mal das Europäische Parlament gewählt. Ergebnisse und Hintergründe zur Europawahl bei NDR.de. mehr

Es hakt beim Rettungsdienst an der Grenze

13.05.2019 06:38 Uhr

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald behindert die Bürokratie den reibungslosen Einsatz der Rettungssanitäter an der Grenze zu Polen. Das soll sich ändern - auch dank eines EU-Projekts. mehr

Fischer Baumann leidet unter den EU-Vorgaben

08.05.2019 08:50 Uhr

Dirk Baumann ist seit mehr als 30 Jahren als Heringsfischer auf der Ostsee unterwegs. Er fischt in der Nähe der Insel Usedom - und ist direkt betroffen von den EU-Fangquoten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.05.2019 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:00
Nordmagazin