Stand: 18.10.2018 08:00 Uhr

Großbrand in Wismar: Gutachten vorgelegt

Nach dem Großbrand in der Wismarer Altstadt soll eine Holzkonstruktion den Einsturz der Giebelhäuser verhindern. Der Schaden geht in die Millionen.

Es war der schlimmste Brand in der Wismarer Altstadt seit Jahrzehnten: Zwei historische Giebelhäuser wurden bei dem Feuer fast vollständig vernichtet. Nun haben die Ermittler einen technischen Defekt ausgeschlossen. Das bestätigt ein entsprechendes Gutachten. Das Feuer war demnach im Flur des Erdgeschosses ausgebrochen. In dem Bereich lagen drei Kunststoffplanen, die offenbar in Brand gesetzt wurden. Wie genau, ist unklar.

Keine Hinweis zum möglichen Täter

Nach Angaben der Schweriner Staatsanwaltschaft ist das Feuer entweder absichtlich gelegt oder fahrlässig verursacht worden. Einen Tatverdächtigen gebe es aber noch nicht. Die Polizei hatte nach dem Brand ein Hinweisportal geschaltet. Die eingegangenen Zeugenhinweise brachten jedoch keine Erkenntnisse.

Konstruktion soll Einsturz verhindern

Währenddessen laufen die Sicherungsmaßnahmen am Marktplatz. Da die beiden Giebelhäuser stark einsturzgefährdet sind, wird jeweils ein Stahlkorsett an Vorder- und Rückseite aufgebaut. Danach sollen beide miteinander verbunden werden. Anschließend werden die historischen Häuser zunächst teilweise abgerissen und später saniert.

Bei dem größten Brand in Wismar seit Jahrzehnten waren im April etwa 300 Einsatzkräfte mehrere Tage vor Ort. Der Schaden liegt im Millionenbereich.

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Millionenschaden nach Großbrand in Wismar

Fast sechs Tage waren Feuerwehreinsatzkräfte mit dem Großbrand in der Wismarer Altstadt beschäftigt. Der Schaden geht in die Millionen, die Brandursache steht noch nicht fest. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.10.2018 | 07:30 Uhr

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