Stand: 05.11.2019 10:58 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Greifswald: Neue Regeln für Ackerland-Verpachtung

Ein Blühstreifen mit Gräsern und Blüten © Claus-Henrick Estorff Foto: Claus-Henrick Estorff
Für eine nachhaltigere Landwirtschaft stellt die Stadt Greifswald neue Regeln für Landpächter stadteigener Flächen auf. (Symbolbild)

In Greifswald hat die Bürgerschaft neue Bedingungen für die Verpachtung von stadteigenen Ackerflächen beschlossen. Ziel sei es, die Landwirtschaft klima- und umweltfreundlicher zu gestalten, hieß es. Statt eines von Linken, Tierschutzpartei, SPD und Grünen geforderten kompletten Verzichts auf Pflanzenschutzmittel sollen Landwirte deren Einsatz künftig reduzieren.

Pachtinteressenten müssen Konzepte vorlegen

Außerdem erhalten sie künftig Pachtverträge mit zwölfjähriger statt nur sechsjähriger Laufzeit. Ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe bleiben zudem gleichgestellt. Konventionelle Landwirte müssen aber überprüfen lassen, ob sie substantiell zur Nachhaltigkeit und Biodiversität beitragen. Bei Neuverpachtungen müssen sich die Landwirte mit Konzepten bewerben, die Bürgerschaft entscheidet dann darüber, wer den Zuschlag bekommt.

Stadt verpachtet knapp 5.000 Hektar

Stadtverwaltung, Fraktionen und Landwirte betonten, dass sie mit den erzielten Einigungen leben können. Im Vorfeld der Bürgerschaftssitzung gab es viele Diskussionen und Gespräche mit den Landwirten. Die Stadt Greifswald verpachtet rund 4.750 Hektar Acker- und Grünland. Sie nimmt an der Greifswalder Agrarinitiative teil, in der Landverpächter und Pächter mehr tun wollen für eine nachhaltigere Landwirtschaft.

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NDR 1 Radio MV | 05.11.2019 | 11:00 Uhr

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