Stand: 09.04.2020 11:00 Uhr

Greifswald: Fieberambulanz nimmt Betrieb auf

Eine Ärztin im Schutzanzug sitzt am Computer und trägt Daten eines Patienten in ein Programm ein. © dpa-Bildfunk Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
In den Fieberzentren arbeitet das Personal in Schutzkleidung. Auch Corona-Tests können dort durchgeführt werden.

Als Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus hat die Fieberambulanz in Greifswald am Donnerstag ihren Betrieb auf. Die Einrichtung befindet sich in einer nicht genutzten Berufsschule in der Siemens-Allee und wurde gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald konzipiert. Hausärzte sollen dort Covid-19-Patienten von anderen Patienten mit ähnlichen Symptomen und Krankheitsbildern wie Atemnot, Husten, Schnupfen und Fieber unterscheiden.

Telefonische Anmeldung nötig

Das Fieberzentrum in Greifswald soll auch eine Anlaufstelle für Grippe-Patienten und jene sein, die aufgrund von Atembeschwerden die Hausarztpraxen nicht aufsuchen sollen. Sie brauchen keine Überweisung für die Fieberambulanz, müssen sich allerdings telefonisch anmelden. Zudem soll sie Anlaufstelle sein für Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und ein medizinisches Problem haben, das vom Hausarzt nicht telefonisch gelöst werden kann.

Hausarztpraxen entlasten, Klinikstationen schützen

Mit der Ambulanz sollen Ärzte entlastet und geschützt werden. Die Räume wurden ähnlich einer Arztpraxis ausgestattet. Das medizinische Personal arbeitet dort in Schutzkleidung und kann direkt vor Ort auch Corona-Tests vornehmen, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt. Betrieben wird die Einrichtung vom Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeinsam mit Ärzten und Pflegepersonal der Universitätsmedizin Greifswald. Unabhängig davon laufe der Betrieb in den beiden stationären Testzentren im Landkreis sowie mit den beiden mobilen Abstrich-Teams normal weiter, so der Landkreis.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.04.2020 | 07:00 Uhr

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