Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) bei einem Pressetermin auf einem Podium. © dpa bildfunk Foto: Jens Büttner

Glawe: Wegfall der Impfpriorisierung notwendige Entscheidung

Stand: 18.05.2021 12:16 Uhr

In wenigen Wochen soll die Priorisierung der Corona-Impfungen enden. Gesundheitsminister Glawe dämpft aber die Erwartungen: Auch nach dem 7. Juni ist noch Geduld gefragt.

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat das angekündigte Ende der Impfpriorisierung begrüßt. In knapp drei Wochen, vom 7. Juni an, sollen Menschen unabhängig von Alter, Erkrankung und Beruf geimpft werden können, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt.

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Glawe: "Notwendige Entscheidung"

Glawe sprach von einer "zum jetzigen Zeitpunkt notwendigen Entscheidung". Dank dieser Flexibilisierung könne die breite Masse der Bevölkerung erreicht werden, sagte er am Montag in Schwerin. Es gebe immer mehr Menschen im Land, die ein Impfangebot bekommen hätten beziehungsweise ein Angebot bekommen würden. "Unser Ziel ist es, Herdenimmunität herzustellen."

Gespräche über Priorisierung in den Impfzentren

Aus dem Landesgesundheitsministerium hieß es, derzeit werde geklärt, ob und inwieweit die Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte die Impfpriorisierung im Rahmen der ihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechterhalten. Das Ministerium will sich in dieser Frage mit den Kreisen und kreisfreien Städten als Träger der Zentren abstimmen. Diese Option war am Montag durch den Beschluss der Länder mit dem Bund zugelassen worden.

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Zweitimpfungen drücken Tempo bei Erstimpfungen

Allerdings gibt Glawe auch zu bedenken, die Entscheidung bedeute nicht, dass alle Menschen sofort eine Impfung erhalten werden. Eine Steigerung der Impfzahlen hänge von der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab. In den kommenden Wochen stünden viele Zweitimpfungen an, sodass weniger Dosen für erste Impfungen zur Verfügung stehen, so der Gesundheitsminister. Vom 7. Juni an sollen zudem Betriebsärzte Impftermine vergeben können. Dem zuständigen Landesamt zufolge haben fast 40 Prozent der Menschen im Nordosten eine erste Impfung bekommen, etwas mehr als zehn Prozent bereits die zweite.

Die Kassenärztliche Vereinigung begrüßt einerseits die Aufhebung der Priorisierung, weist aber auch darauf hin, dass damit noch nicht gewährleistet sei, dass sich auch die verfügbaren Impfstoffdosen erhöhen. Die Ärzte sollen deshalb auch an der Priorisierung festhalten und die zuerst impfen, die es am dringendsten benötigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 18.05.2021 | 12:00 Uhr

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