Stand: 14.06.2020 06:59 Uhr

Schäden durch Gewitter und Starkregen in MV

Zwei Löschfahrzeuge und ein Gerätewagen stehen vor dem Rathaus in Wismar bei grauem Himmel und nasser Straße. © NDR Foto: Christoph Woest
Der Keller des Rathauses in Wismar war nach Starkregen vollgelaufen und musste ausgepumpt werden.

Mehrere Unwetter haben am Sonnabend in Westmecklenburg zu zahlreichen Schäden geführt. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei niemand. Die Gewitterfront traf vor allem die Hansestadt Wismar. Die beiden Unwetter mit Starkregen kamen kurz hinter einander: In der Altstadt von Wismar wurden zahlreiche Straßen und Plätze überflutet. Bis 15 Uhr waren dort nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Wismar: Schabbell Museum und Rathaus betroffen

Mehrere Feuerwehren waren mehr als 200 Mal im Einsatz, um unter anderem vollgelaufene Tiefgaragen und Keller auszupumpen, darunter auch der Keller des Rathauses. Das Stadtgeschichtliche Museum Schabbell war ebenfalls betroffen. Dort stand das Wasser rund 40 Zentimeter hoch. Außerdem gab es laut Feuerwehr einen Wassereinbruch in einem Dach. Auch ein Geschäft wurde überschwemmt sowie dessen Lager im Keller. Laut Polizei drückte das Wasser zudem viele Gullydeckel hoch, mehrere Straßen in der Altstadt mussten gesperrt werden. Fünf Autos holte die Polizei aus dem schnell steigenden Wasser.

Blitzeinschlag in Reetdachhaus

In Groß Schwansee (Landkreis Nordwestmecklenburg) schlug ein Blitz in ein reetgedecktes Haus ein. Zwei Bewohnerinnen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, so die Polizei. Das Haus ist unbewohnbar, der Schaden liegt bei rund 150.000 Euro. Auf den Autobahnen kam es aufgrund von Aquaplaning zu Unfällen, wie auf der A14 bei Leezen.

Mehrere Unfälle auf den Autobahnen

Ein Auto weicht auf einer Autobahn bei Neukloster der Grasnarbe eines abgerutschten Hanges aus. © NDR Foto: Britta Gross
Auf der A20 in Höhe Neukloster hat sich ein Teil der Böschung gelöst und eine Spur der Autobahn blockiert.

Auf der A20 zwischen Wismar und Rostock stand das Wasser teilweise 20 Zentimeter hoch. Dort und auf der Autobahn 14 gab es erhebliche Behinderungen. Die A20 war zwischen Neukloster und Zurow an einigen Stellen überschwemmt, die Polizei sperrte die Autobahn zeitweilig. In Höhe Neukloster hatte sich ein Teil der Böschung gelöst und eine Spur der Autobahn blockiert, sie ist inzwischen wieder frei. Es gab mindestens vier Unfälle. Drei Autofahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und prallten gegen die Leitplanken, es blieb bei Blechschäden von rund 50.000 Euro. Die A14 ist heute früh zwischen Wismar Ost und Kreuz Wismar noch immer in beiden Richtungen gesperrt. Auch dort war die Fahrbahn überflutet, die Schäden müssen noch beseitigt werden.

Weitere Informationen
Mehrere Fußgänger tragen Regenschirme und gehen bei Starkregen über eine Straße. © dpa bildfunk Foto: Bodo Marks

Unwetter sorgen für starke Regenfälle im Norden

Bei den Unwettern am Wochenende hielten sich in Norddeutschland die Schäden in Grenzen. Die Gewitter mit Starkregen sorgten aber dafür, dass viele Rettungskräfte im Dauereinsatz waren. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.06.2020 | 07:00 Uhr

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