Stand: 02.05.2019 18:48 Uhr

Gericht entscheidet zugunsten von Geipel

Bild vergrößern
Ines Geipel war füfn Jahre lang Vorsitzende des Dopingopferhilfe-Vereins. (Archivbild)

Im Streit zwischen der Nordkurier-Mediengruppe und Ines Geipel hat die Zivilkammer des Landgerichts Berlin zugunsten der ehemaligen Vorsitzenden des Dopingopferhilfe-Vereins entschieden. Dem "Nordkurier" wird unter Androhung einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 Euro untersagt, eine Reihe von vermeintlichen Zitaten von Geipel zu verbreiten.

Gericht ordnet Zahlung an Geipel an

Das Gericht legte zudem die Zahlung von knapp 1.500 Euro an Geipel fest. Die Nordkurier-Mediengruppe hatte Geipel in mehreren Artikeln unter anderem fehlende Dialogbereitschaft und Unsachlichkeit vorgeworfen. Außerdem sei sie mehrfach falsch zitiert worden. Dagegen hatte sich die 58-Jährige gewehrt. Das Gericht hielt das angegriffene Zitat für ein in die Persönlichkeit eingreifendes Falschzitat.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Der "Nordkurier" hatte unter anderem die Arbeit des Dopingopferhilfe-Vereins, dem Geipel fünf Jahre lang vorstand, in mehreren Artikeln kritisiert. Geipel war als Vorsitzende des Vereins im Dezember zurückgetreten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ines Geipel war selbst Leistungssportlerin in der DDR. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Weitere Informationen

Studie belegt: DDR-Dopingopfer leiden bis heute

14.03.2019 16:00 Uhr

Doping-Geschädigte aus der DDR leiden auch heute noch unter erheblichen seelischen und körperlichen Schäden - und dies wesentlich häufiger als die Normalbürger. Das Ausmaß überrascht selbst Experten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.05.2019 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:26
Nordmagazin