Skelettknochen.

Geld für Studie: "Schlachtfeld Tollensetal" touristisch vermarktbar?

Stand: 05.01.2022 13:07 Uhr

Das historische Schlachtfeld im Tollensetal nahe Neubrandenburg soll weiter erforscht und touristisch erschlossen werden. Der Kreis Mecklenburgische Seenplatte hat dafür eine Million Euro Fördermittel vom Land erhalten.

Mit dem Geld sollen drei Jahre lang Projektstellen an der Universität Greifswald finanziert werden. Die Ärchaologen sollen die Funde aufarbeiten und eine Studie erstellen, wie diese Funde wissenschaftlich publiziert und touristisch vermarktet werden können. Im Ergebnis der Studie soll dann auch darüber diskutiert werden, ob im Tollensetal eine Außenstelle des Archäologischen Landesmuseums entstehen könnte. Das Museum soll in Rostock gebaut und wohl frühestens bis Ende des Jahrzehnts eröffnet werden.

Schlacht mit möglicherweise tausenden Kämpfern

Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden Burow und Werder hat nach Einschätzung von Archäologen vor mehr als 3.000 Jahren die erste bekannte kriegerische Auseinandersetzung nördlich der Alpen stattgefunden. Darauf deuten zahlreiche archäologische Funde hin. Bereits vor 20 Jahren hatte es die ersten Funde im Tal gegeben. Im Jahr 2008 entdeckten Archäologen unter anderem Knochen- und Waffenreste am Ufer der Tollense. Sie zeugen von einer Schlacht, an der vermutlich tausende Kämpfer beteiligt waren.

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Beschädigter Schädel eines Mannes vomSchlachtfeld im Tollensetal © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa Foto: Jens Büttner

Tollensetal - Ein Schlachtfeld aus der Bronzezeit

Auf dem ältesten bekannten Schlachtfeld Europas im Tollensetal bekämpften sich vor 3.300 Jahren bis zu 4.000 Menschen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.01.2022 | 10:00 Uhr

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