Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk"

Geflügelpest: Rekordsumme an Entschädigungen in MV

Stand: 20.04.2021 10:52 Uhr

Hinsichtlich der Vogelgrippe scheint sich die Situation in Mecklenburg-Vorpommern etwas zu entspannen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems gibt aber noch keine bundesweite Entwarnung.

Nach Angaben der Experten treten noch immer Fälle von Virusinfektionen auf - so beispielsweise erst am Montag bei Wildvögeln in Hamburg, Berlin und Niedersachsen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde der bislang letzte Fall vor drei Wochen gemeldet. Hierzulande hat die Seuchensituation eine neue Dimension erreicht. Bislang wurden landesweit etwa 300.000 Nutztiere getötet, vor allem Hühner und Puten.

Dorf Stadt Kreis: Porträt von Thomas Naedler  Foto: Jörn Lehmann
AUDIO: Podcast: Vogelgrippe in Vorpommern (39 Min)

Rekordsumme an Entschädigungen in MV

14 große gewerbliche Tierhaltungen sind laut Tierseuchenkasse Mecklenburg-Vorpommern bislang betroffen. Es seinen rund 5,7 Millionen Euro an Entschädigungskosten aufgelaufen - eine Rekordsumme. Anspruch hat jeder betroffene Halter, der seinen Geflügelbestand bei der Tierseuchenkasse meldet. Die Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts schätzen das Risiko weiterhin als hoch ein, dass das Virus in Geflügelbestände eingetragen werden kann. Sie verweisen unter anderem auf den Frühlingsvogelzug, der noch nicht ganz abgeschlossen ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.04.2021 | 11:00 Uhr

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