Stand: 13.01.2020 05:11 Uhr

Gedenkstunde für Leonie in Torgelow

Menschen versammeln sich in der Chirstuskirche in Torgelow, um der gewaltsam zu Tode gekommenen Leonie zu Gedenken. © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann
Zahlreiche Kerzen wurden in der Christuskirche in Torgelow angezündet.

Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod der sechsjährigen Leonie sind am Sonntagabend etwa 200 Menschen zu einer Gedenkstunde in die Christuskirche nach Torgelow gekommen. Eingeladen hatte dazu die evangelische Kirchengemeinde sowie der neu gegründete Verein "Kleine Biene", der sich speziell in der Uecker-Randow-Region für den Schutz von Kindern einsetzen will. In seiner Gedenkrede sagte Pastor Frank Sattler, dass die Wunden auch ein Jahr nach Leonies Tod in den Seelen der Menschen immer noch frisch seien und der Schmerz noch lange anhalten werde. Viele verstünden bis heute nicht, dass das Leiden des Mädchens von der Gesellschaft nicht bemerkt wurde.

Hunderte Kerzen entzündet

Während der Trauerstunde wurden zum Gedenken an Leonie hunderte Kerzen entzündet. Das Gotteshaus liegt nur wenige Meter von der Wohnung entfernt, in der Leonie vor einem Jahr qualvoll starb. Leonies Stiefvater wurde in der vergangenen Woche wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Landgericht Neubrandenburg sah es als erwiesen an, dass der 28-jährige das Mädchen am 12. Januar 2019 während eines Wutausbruchs verprügelte. Leonie starb an den Verletzungen. Denn Hilfe holte der Stiefvater nach Ansicht der Richter erst, als es zu spät war.

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Der angeklagte Stiefvater der gewaltsam zu Tode gekommenen Leonie verdeckt im Prozess in Neubrandenburg sein Gesicht. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.01.2020 | 19:00 Uhr

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