Stand: 09.11.2019 07:00 Uhr

Gedenken an die Novemberpogrome 1938

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Stolpersteine für die Familie Kychenthal, deren Geschäft am Schweriner Markt 1938 geplündert wurde.

An vielen Orten im Land wird an diesem Wochenende der Opfer der Pogromnacht von 1938 gedacht. Vor 81 Jahren steckten Nationalsozialisten in der Nacht vom 09. auf den 10. November Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand. Auf dem jüdischen Friedhof in Demmin werden am Sonnabend Kränze niedergelegt. In Pasewalk führt ein Schweigemarsch von der Gedenkstätte für die Opfer zur St. Marienkirche, in der anschließend ein Friedensgebet gesprochen werden soll. Am Abend des Sonnabends sind die Schwerinerinnen und Schweriner unter dem Motto "Hin-sehen" an der Ecke Großer Moor/Schlachtermarkt zu einer Mahn-und Gedenkstunde eingeladen. Daran nimmt voraussichtlich auch der ehemalige Landesrabbiner William Wolf, teil.

Gedenken auch in Greifswald und Rostock

Auch im Greifswalder Rathaus wird an die Novemberpogrome erinnert. Am Sonntag wird im Dom der Hansestadt außerdem eine neue Ausstellung über Anne Frank eingeweiht. In Rostock sprechen am ebenfalls am Sonntag Mitglieder der jüdischen Gemeinde Totengebete und Psalmen auf dem jüdischen Friedhof im Lindenpark. Die anschließende Gedenkveranstaltung findet am früheren Standort der Synagoge in der Augustenstraße statt. In der Reichspogromnacht 1938 wurden deutschlandweit etwa 400 Menschen ermordet und über 1.400 Synagogen sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe zerstört.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.11.2019 | 07:00 Uhr

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