Stand: 02.09.2020 14:41 Uhr

GPS-Technik-Klau: LKA vermutet Banden aus Osteuropa

Landwirt fährt einen Traktor, der mit Hilfe des Globalen Positionsbestimmungssystems (GPS) gesteuert wird. © picture alliance / Uwe Anspach/dpa Foto: Uwe Anspach
Von den jüngsten Diebstählen waren laut Polizei sieben Betriebe betroffen. (Symbolbild)

Die vermehrten Diebstähle von GPS-Systemen aus Landmaschinen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns gehen vor allem auf organisierte Banden aus Osteuropa zurück. Davon geht das Landeskriminalamt aus. Allein in den vergangenen Wochen waren laut Polizei sieben Betriebe betroffen. Diebe stahlen GPS-Technik im Wert von mehr als 120.000 Euro.

Keine Diebstähle während polnischer Grenzschließung

Die Ermittler vom Landeskriminalamt sind auf ein auffälliges Muster gestoßen. So haben sich in diesem Jahr bereits 15 Fälle ereignet. Kein einziger Fall geschah jedoch in den Monaten März und April, als Corona-bedingt die Grenze zu Polen geschlossen war. Auffällig sei zudem, dass die Tatorte in der Nähe von Autobahnen liegen.

Diebstähle nehmen seit 2018 rapide zu

Hochwertige Technik aus landwirtschaftlichen Maschinen wird vermehrt seit 2018 gestohlen. 200.000 Euro Schaden ist bereits in diesem Jahr entstanden, weil Diebe im Osten und äußersten Westen des Landes 39 Mähdrescher und Traktoren ausschlachteten und GPS-Anlagen, Antennen, Positionsempfänger, Bordcomputer und Monitore entwendeten.

Polizei berät Landwirte über besseren Schutz

Die Polizei in Anklam und Neubrandenburg ermittelt gemeinsam mit dem Landeskriminalamt und tauscht sich auch auf Bundesebene aus. Für Landwirte bieten die Beamten zudem kostenlose Beratungen an, wie Maschinen besser gesichert werden können.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.09.2020 | 15:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Eine Spritze mit einer Beschriftung im Hintergrund "Sputnik V" © picture alliance / ZUMAPRESS Foto: Thiago Prudencio

Corona-Chefberater rät Schwesig von Sputnik V ab

Die Vorverhandlungen der Landesregierung von MV über den Ankauf des Corona-Impfstoffs mit Russland laufen jedoch weiter. mehr