Ranzen hängen und stehen beim Begrüssungsunterricht der neuen Erstklässler im Klassenzimmer. © picture alliance Foto: dpa/Philipp Schulze

GEW kritisiert Schulstart in MV

Stand: 23.09.2021 10:07 Uhr

Knapp acht Wochen nach Schulbeginn zieht die Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine kritische Bilanz zum neuen Schuljahr. Das Land hatte die ersten vier Wochen als sogenannte "Anschlusswochen" geplant, damit Schüler im Schulalltag nach den Schulschließungen wieder Fuß fassen können.

Es gebe deutlichen Bedarf an zusätzlicher pädagogischer Unterstützung, so die GEW-Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm. Das gehe aus etlichen Lehrer-Rückmeldungen an die Gewerkschaft hervor. Im Unterricht könnten dafür nicht genügend Angebote gemacht werden, weil Schulen dafür Lehrer-Stunden fehlen.

Die Schmerzgrenze sei erreicht und überschritten

Der GEW zufolge fallen auch Förderstunden aus, manche Schulen könnten selbst die gesetzlich vorgeschriebene Kontingentstundentafel nicht absichern. Die Schmerzgrenze sei erreicht und mancherorts überschritten, so GEW-Landeschef Walm. Viele Lehrkräfte seien verzweifelt, resigniert oder beides, die Krankenstände an manchen Schulen so hoch wie sonst im Winter.

Hilfe für Pädagogen

Das Bildungsministerium will die Lernstands-Ergebnisse im Oktober an den Schulen abfragen - die GEW fordert schnelle Hilfe für die Pädagogen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.09.2021 | 08:00 Uhr

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