Stand: 13.04.2017 10:29 Uhr

G20: MV und SH nehmen Hamburg Häftlinge ab

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich bereit erklärt, während des geplanten G20-Gipfels in Hamburg am 7. und 8. Juli Strafgefangene aus der Hansestadt aufzunehmen. Mit der Aufnahme dieser Gefangenen solle in Hamburgs Gefängnissen Platz geschaffen werden, hieß es. Auch Niedersachsen plant, Hamburg mit Transportwagen und Personal zu unterstützen.

50 Plätze in MV und SH für leichtere Fälle frei

Wie das Justizministerium in Schwerin am Mittwoch mitteilte, könnte die Justizvollzugsanstalt Bützow 20 Strafgefangene aus Hamburger Gefängnissen unterbringen. In der Justizvollzugsanstalt Kiel stehe eine Abteilung mit etwa 30 Plätzen zur Verfügung, hieß es aus dem dortigen Justizministerium. Beide Ministerien betonten, es werde sich durchweg um leichtere Fälle handeln. Schwerstkriminelle sollen nicht ausgelagert werden.

MV schickt zwei Hundertschaften Polizisten zum G20-Gipfel

Ein Sprecher des Schweriner Innenministeriums ergänzte, Mecklenburg-Vorpommern plane zudem, zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizist nach Hamburg zu schicken. Das seien Beamte, die ihren Einsatz in den Bäderdienststellen an der Küste für eine Woche unterbrächen, so der Sprecher. Eigene Aufgaben würde durch die Unterstützung der Hamburger nicht wesentlich leiden.

Auch Niedersachsen sagt Hilfe zu

Das Justizministerium Hannover teilte mit, dass Niedersachsen aufgrund der hohen Auslastung in niedersächsischen Gefängnissen keine Gefangenen aufnehmen könne. Allerdings plant das Justizministerium, einen schweren Gefangenen-Transportwagen sowie zwei dazugehörige Fahrer und einen Begleitbediensteten nach Hamburg zu entsenden.

Kommentar

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.04.2017 | 07:00 Uhr

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