Stand: 16.05.2019 15:32 Uhr

Fusion: Neues Sicherheitskonzept abgegeben

Es gibt weiter Streit um die Polizeipräsenz auf dem Festivalgelände während der "Fusion".

Die Veranstalter des Fusion-Festivals haben am Donnerstag fristgerecht ein aktualisiertes Sicherheitskonzept für die Veranstaltung auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lärz übergeben. Das Konzept sei mit Hilfe externer Sachverständiger und Experten überarbeitet und deutlich erweitert worden, hieß es vom Veranstalter, dem Verein Kulturkosmos Müritz e. V.

Veranstalter lehnen anlasslosen Polizeizugang weiter ab

Teil des aktualisierten Sicherheitskonzeptes sei auch ein Kompromiss zur Polizeipräsenz. Um diesen Punkt gibt es seit Wochen Streit. Eine Polizeiwache könne demnach in unmittelbarer Nähe zum, aber nicht auf dem Festivalgelände eingerichtet werden. Ein anlassbezogener Zugang der Polizei zum Veranstaltungsgelände werde gewährleistet, so der Veranstalter. "Eine ständige und anlasslose Polizeipräsenz wäre unverhältnismäßig, widerspräche der Philosophie des Festivals und würde die Freiheit von Kunst und Kultur unnötig einschränken", erklärte der Kulturkosmos-Vorsitzende Martin Eulenhaupt. Die Polizei hat bislang darauf bestanden, eine mobile Wache auf dem Festivalgelände betreiben zu können.

Entscheidung in kommender Woche

Andere Auflagen wie breitere Fluchtwege, Namen der Ordner oder beim Jugendschutz will der Veranstalter erfüllen. Der Verein will das Festival - notfalls mit rechtlichen Mitteln - auf jeden Fall vom 26. bis 30. Juni stattfinden lassen. Die Entscheidung über eine Genehmigung des Festivals mit rund 70.000 Gästen ist laut der Ordnungsamtsleiterin im Amt Röbel/Müritz, Marlen Siegmund, Mitte oder Ende nächster Woche zu erwarten. So lange bräuchten Fachämter und die Polizei, um die umfangreichen Unterlagen zu prüfen.

Festival-Veranstalter: Verstehe Haltung der "Fusion"-Leute nicht

In der Festivalszene wird auch Unverständnis für das Nein der "Fusion"-Veranstalter zu Polizeipräsenz auf dem Gelände laut. Sebastian Eggert, Veranstalter des größten Festivals für elektronische Musik im Norden, "Airbeat One" in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim), sagte am Donnerstag, auf dem Festival mit mehr als 180.000 Besuchern während der gesamten vier Festivaltage sei die Polizei seit Jahren präsent, unter anderem mit einer mobilen Wache. "Die Präsenz der Polizei ist uns wichtig", sagte er. "Ich verstehe die Haltung der Fusion-Leute nicht. Die Polizei will nix Böses."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.05.2019 | 16:30 Uhr

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