Stand: 06.04.2020 18:15 Uhr

Für viele Millionen Euro: MV will Corona-Schutzmaterial ordern

In einer Produktionshalle des Textilherstellers Zender Germany GmbH fertigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schutzkleidung Atemschutzmasken. © dpa - Bildfunk Foto: Friso Gentsch
Für dringend benötigte Schutzkleidung und einen Vorrat will MV einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag ausgeben. (Archivbild)

Mecklenburg-Vorpommern gibt in der Coronakrise mehrere Millionen Euro für den Kauf von Schutzkleidung aus. Das Innenministerium hat in einem ersten Schritt für 11,5 Millionen Euro neues Material bestellt, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) NDR 1 Radio MV sagte. Die dringend benötigte Ware soll möglichst schnell nach Mecklenburg-Vorpommern kommen und dann verteilt werden. Der Bedarf ist groß - rund 15 Millionen Schutzmasken werden nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) benötigt.

Flugzeuge könnten gechartert werden

Das Land wartet damit nicht auf die Zuteilungen des Bundes. Caffier will die bestellten Lieferungen wegen der hohen Luftfrachtkosten möglicherweise auch mit eigens gecharterten Flugzeugen aus den Produktionsländern wie beispielsweise China abholen lassen. Er sei zuversichtlich, dass das Material schon in dieser Woche oder Anfang nächster Woche eintreffen werde.

Land will Vorrat für 45 Millionen Euro anlegen

Beliefert werden dann Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Testzentren. Schutzmasken und Anzüge sollen aber auch an Polizei und Katastrophenschutz gehen. Caffier sagte, Preis und Qualität müssen stimmen, am Ende werde das Land auch einen Vorrat anlegen. Das koste sicher noch einmal rund 45 Millionen Euro.

 

 

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.04.2020 | 18:00 Uhr

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