Stand: 16.07.2019 19:23 Uhr

Frostschäden: 50 Prozent weniger Äpfel erwartet

Die Apfelbauern in Mecklenburg-Vorpommern blicken mit Sorge auf die anstehende Ernte. Sie rechnen mit hohen Verlusten. Höchstens halb so viele Äpfel wie bei einer normalen Ernte würden derzeit an den Bäumen reifen, so Rolf Hornig von der landeseigenen LMS Agrarberatung. Viele Blüten seien im April und Mai erfroren. Auch die Bienen konnten die Blüten aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht bestäuben.

Beliebte und seltene Apfelsorten

Nur wenige Ausnahmen in MV

Rolf Hornig betreut und berät die Obstbauern in Mecklenburg-Vorpommern. Seinen Angaben zufolge werden ab Mitte August anstatt der sonst üblichen rund 40.000 nur höchstens 20.000 Tonnen Äpfel geerntet. Die einzige regionale Ausnahme bildet die Kühlung, der Höhenzug bei Kröpelin. Die Plantagen dort liegen durch die hügelige Landschaft besonders hoch und geschützt. Hier sind nach Erzeugerangaben kaum Apfelblüten erfroren. Nur in Boddin hätte ein Betrieb viele seiner blühenden Apfelbäume an den kalten Tagen mit Wasser besprüht und so geschützt, so Hornig. Auch dort gibt es weniger Frostschäden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nordmagazin | 16.07.2019 | 06:00 Uhr

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