Stand: 22.10.2020 15:59 Uhr

Fragen und Antworten: Einreise aus Risikogebieten nach MV

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat als Reaktion auf die angestiegenen Neu-Infektionen die Corona-Regelungen erneut mit Stichtag 21. Oktober geändert.

Können Menschen aus Corona-Risikogebieten (mehr als 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen?

Ja, solange sie aus Deutschland kommen, verbindlich mindestens eine Übernachtung gebucht haben und keine Symptome aufweisen. Bei Symptomen müssen sie sich in Quarantäne begeben. Wer aus einem ausländischen Risikogebiet kommt, muss sich weiterhin für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann in jedem Fall verkürzt werden, wenn zu Beginn der Quarantäne ein negativer Corona-Test vorgelegt wird, und dieses Ergebnis durch einen zweiten nach fünf bis sieben Tagen bestätigt wird.

Wer trägt die Kosten für den ersten und gegebenenfalls zweiten Corona-Test nach fünf bis sieben Tagen?

Man selbst.

Können Mecklenburger und Vorpommern in inländische Risikogebiete reisen - etwa zum Einkaufen nach Hamburg oder um Freunde in Berlin zu besuchen - ohne sich nach ihrer Rückkehr einer 14-tägigen Quarantäne zu unterziehen?

Ja, das hat die Landesregierung am 22. Oktober ausdrücklich klargestellt. Grundlage sind Änderungen der entsprechenden Landesverordnungen nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald. Ausnahmen gelten nur, wenn die Behörden in den Risikogebieten Einschränkungen für auswärtige Bürger erlassen haben. Außerdem gilt die Quarantäne weiterhin, wenn man bei der Rückkehr Krankheitssymptome aufweist.

Wer muss in Quarantäne?

Generell Einreisende aus ausländischen Risikogebieten. Wer aus innerdeutschen Risikogebieten einreist, muss lediglich in Quarantäne, wenn er Symptome der Krankheit zeigt.

Sind Besuche in Mecklenburg-Vorpommern generell erlaubt, wenn man aus einem Risikogebiet kommt?

Nein. Vor allem Tagestouristen aus innerdeutschen Risikogebieten dürfen nicht einreisen. Vom Einreiseverbot gibt es aber zahlreiche Ausnahmen, unter anderem für Schüler und Studenten an hiesigen Schulen und Hochschulen, Berufspendler, Dauercamper, Hochzeitsgäste, Trauergäste, Ehrenamtler, Sportler, Jäger mit eigener Jagd, Inhaber eines Nebenwohnsitzes in Mecklenburg-Vorpommern und Urlauber, die mindestens eine Übernachtung verbindlich gebucht haben.

Was ist mit Besuchen von Mitgliedern der Kernfamilie, die in einem Corona-Hotspot leben und Familienmitglieder in Mecklenburg-Vorpommern besuchen wollen?

Besuche von Mitgliedern der Kernfamilie, die aus einem Risikogebiet nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, sind erlaubt. Auch Bürgerinnen und Bürger Mecklenburg-Vorpommerns können die Mitglieder ihrer Kernfamilie in einem Risikogebiet besuchen.

Wer gehört zur Kernfamilie?

Zur Kernfamilie gehören Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Urenkel. Der Besuch bei einem Mitglied der Kernfamilie in Mecklenburg-Vorpommern ist jeweils auch zusammen mit dem Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern und Lebensgefährten möglich.

Gilt die Quarantänepflicht für Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern, wenn sie nach einer Einkaufs-Tour oder einem Besuch von Freunden oder einer Veranstaltung in einem Corona-Hotspot zurückkehren?

Nur, wenn sie Symptome zeigen.

Service
Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

Bürgertelefone zum Coronavirus

Ministerien, Behörden und Verbände in Mecklenburg-Vorpommern haben Bürgertelefone und Hotlines für Fragen zum Coronavirus geschaltet. Hier finden Sie eine Übersicht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 11.10.2020 | 12:00 Uhr

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