Stand: 24.05.2016 11:30 Uhr

Forscher untersuchen Hitzestress bei Rindern

Milchkuh im Stall
Schon ab 20 Grad können einheimische Rinder in Hitzestress geraten. (Archivbild)

Agrar-Wissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern untersuchen gemeinsam mit Partnern in Brasilien Auswirkungen von Hitzestress auf Rinder. Das teilt das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock mit. Wie Menschen leiden auch Rinder unter Hitzestress, auch im heißen Brasilien. Die Tiere saufen mehr Wasser, fressen weniger und schwitzen stärker.

Rinder schon bei 20 Grad hitzegestresst

Hitze hat auch Auswirkungen auf Milchleistung- und Qualität sowie auf die Fortpflanzung. So habe die Milch hitzegestresster Tiere weniger Inhaltsstoffe, sagte FBN-Projektleiter Ralf Pöhland. Die Wohlfühltemperatur von deutschen Milchrindern liege zwischen vier und 15 Grad, ab etwa 20 Grad beginne der Hitzestress, so Pöhland weiter.

Rinder für den Klimawandel fitmachen

In einer der heißesten Regionen Brasiliens haben die Biologen Herden mehrerer Rinderrassen unter verschiedenen Bedingungen während der Regenzeit untersucht. Das Material wird jetzt in Dummerstorf ausgewertet. Ziel sei es, bei Rindern, die die Hitze besser tolerieren, dafür verantwortliche Marker im Erbgut zu finden, so Pöhland weiter. Langfristig könnten dann auch in hiesigen Breiten an den Klimawandel angepasste Rinder gezüchtet werden. Ein erstes Ergebnis: Kühe, die in Brasilien im schattigen Wald gehalten werden, wachsen schneller und ihre Embryonen sind von besserer Qualität.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.05.2016 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

An den Landungsbrücken liegen mehrere Schiffe, die Hafenrundfahrten anbieten, im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen. © NDR Foto: Eduard Valentin

Hamburg überschreitet Corona-Grenzwert: Was für Pendler gilt

Die Hansestadt hat den Warnwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Damit gelten strengere Regeln. mehr

Visualisierung: Coronavirus. © picture alliance / 360-Berlin

MV: 16 neue Corona-Infektionen, jetzt 1.726 Fälle insgesamt

Die meisten Fälle gibt es im Kreis Mecklenburgische Seenplatte. Dort liegt der Inzidenzwert jetzt bei 37. mehr

Greifswald: Blick auf das Gebäude des Oberverwaltungsgerichtes. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

Gerichtsentscheidung über Reise-Regeln noch nicht vom Tisch

Beim Oberverwaltungsgericht liegen fünf Anträge gegen die bis Mittwoch geltenden Reise-Regeln aus Corona-Risikogebieten. mehr

Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern treffen sich die Abgeordneten treffen sich zu einer Sitzung und sitzen mit großen Abständen im Saal. © dpa Foto: Jens Büttner

Corona-Maßnahmen: Soll der Landtag mehr Mitsprache bekommen?

Die Debatte um eine stärkere Beteiligung der Parlamente an den Corona-Maßnahmen beschäftigt jetzt den Landtag in MV. mehr